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Fußball

Vier Teams, ein meisterliches Ziel

Der Kampf um den Titel geht weiter. Tabellenführer Wolfsburg und die Verfolger aus München und Hamburg hofften vergeblich auf einen Ausrutscher von Hertha BSC. Die Berliner siegten in Hoffenheim und sind nun Zweiter.

Hoffenheims Torhüter Hildebrandt (li.) und Herthas Pantelic (AP Photo/Daniel Maurer)

Auch Hoffenheims Torhüter Hildebrand kann die Niederlage nicht verhindern

Ein Tor von Patrick Ebert hat Hertha BSC im Rennen um die deutsche Meisterschaft gehalten. Die Berliner gewannen zum Auftakt des 29. Spieltags bei 1899 Hoffenheim mit 1:0 (1:0) und sind zumindest für eine Nacht erster Verfolger von Tabellenführer VfL Wolfsburg. Vor 30.00 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim entschied der zweite Saisontreffer von Ebert (40. Minute) eine Partie, die über weite Strecken vom Neuling dominiert wurde. Die Badener waren aber im Abschluss harmlos und warten nun schon seit elf Spielen auf einen Sieg.

Wolfsburg vor Rekordserie

Wolfsburgs Torgarant Grafite (AP Photo/ Roberto Pfeil)

Wolfsburgs Torgarant Grafite

Elf Siege in Serie innerhalb einer Saison hat es in der Bundesliga noch nie gegeben. Doch am Sonntag zum Abschluss des 29. Spieltags könnte Tabellenführer VfL Wolfsburg mit einem Erfolg beim Vorletzten Energie Cottbus für diese neue Bestmarke sorgen. Trotz des Höhenfluges seines Teams und der Meisterträume vieler Fans stapelt Trainer Felix Magath weiter tief: "Die Fans dürfen träumen. Das muss sogar so sein. Ich neige nicht dazu." Magath verweist auf ein glückliches 2:1 am letzten Spieltag gegen Bayer Leverkusen: "Ich bin der Meinung, dass man Glück nicht überstrapazieren darf." Dabei kann Magath einmal mehr auf seine Erfolgsstürmer Grafite und Dzeko setzen. Das Duo schoss 22 der 27 Wolfsburger Rückrundentore. Und Liga-Toptorjäger Grafite erzielte mit 22 Treffern nur zwei weniger als der gesamte FC Energie.

Schlagerspiel Bayern gegen Schalke

Können die Schalker Ribery stoppen? (AP Photo/Martin Meissner)

Können die Schalker Ribery stoppen?

Bereits am Samstag könnte sich Bayern München zunächst einmal an die Tabellenspitze setzen, vorausgesetzt der Titelverteidiger schlägt im Topduell den wieder erstarkten FC Schalke 04 mit mindestens fünf Toren Unterschied. Ein Sieg würde auch die Position von Trainer Jürgen Klinsmann weiter stärken. Sein Team gibt sich ehrgeizig, so auch Abwehrspieler Andreas Ottl: "Wir wollen am Ende Meister werden und in der nächsten Saison in der Champions League spielen. Deswegen dürfen wir uns keinen Ausrutscher mehr leisten." Die Chancen stehen gut, gewann doch Schalke keines der letzten sieben Duelle mit den Bayern. Königsblau hofft aber auf ein gutes Omen: Interimscoach Michael Büskens holte 25 von 27 Punkten in neun Spielen auf der Schalker Bank und gewann alle vier Auswärtspartien ohne Gegentor. "Wir sehen beim Rekordmeister durchaus eine Chance, etwas mitzunehmen. Und das ist auch unser Ziel", betont Büskens selbstbewusst.

Strapazierter HSV will dranbleiben

Hamburgs Demel (li. ) und Bremens Oezil (AP Photo/Fabian Bimmer)

Der HSV will die Pokalpleite wettmachen

Unter dem Eindruck der bitteren Pokal-Pleite gegen Werder Bremen tritt der Hamburger SV bei Borussia Dortmund an. Das Team von Trainer Martin Jol muss nicht nur die Niederlage nach Elfmeterschießen, sondern auch eine strapaziöse Verlängerung verkraften. Zudem sind etliche Spieler angeschlagen. "Wir haben vielleicht fünf, sechs Spieler, die wegen Verletzungen nicht spielen können. Es gibt daher nur eins: Wir müssen uns wieder aufrichten und gut regenerieren, um in Dortmund erfolgreich zu sein", fordert Jol. Der HSV gewann zwar seine letzten vier Partien gegen die aktuell viermal in Folge siegreichen Dortmunder, doch bei einer Niederlage droht der Tabellen-Vierte auch das Saisonziel Meisterschaft aus den Augen zu verlieren.

Auf einen vorderen Tabellenplatz spekuliert der VfB Stuttgart. Die Schwaben verloren nur eins von 14 Spielen mit Trainer Markus Babbel und wollen sich auch von Eintracht Frankfurt nicht vom Erfolgsweg abbringen lassen: "Es wäre fahrlässig, wenn wir meinen, wir können zurückstecken. Wir müssen mit demselben Tempo weitergehen und keinen Zentimeter nachlassen", verlangt Babbel.

Pokalfinalisten gegen Abstiegskandidaten

Der Leverkusener Haggui (oben) und Feulner aus Mainz kämpfen um den Ball. (dpa/lnw)

Leverkusen hofft auf einen Höhenflug

Den Schwung vom erfolgreichen Einzug ins Pokalfinale will Bayer Leverkusen gegen den Karlsruher SC nutzen. Dennoch zollt Trainer Bruno Labbadia dem Bundesliga-Schlusslicht Respekt: "Auch wenn der KSC als Tabellenletzter zu uns kommt, wissen wir, dass er dort unter Wert steht. Die Karlsruher haben die letzten Spiele immer sehr knapp bestritten, und wir werden ein hartes Stück Arbeit vor uns haben."

Auf müde Bremer setzt der VfL Bochum vor der Partie beim SV Werder. Während die Hanseaten sich durchaus für das erste UEFA-Cup-Halbfinale am kommenden Donnerstag gegen den HSV schonen könnten, wollen die Bochumer den Abstand zu den Abstiegsplätzen vergrößern.

In der Partie zwischen Hannover 96 und dem 1. FC Köln hoffen beide Seiten darauf, sich mit einem Sieg aller Abstiegssorgen entledigen zu können.

Abstiegskampf pur herrscht am Sonntag im Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Arminia Bielefeld. Eine Niederlage können sich beide Teams nicht erlauben. Die Gladbacher treten dabei mit der zweitschlechtesten Abwehr gegen den zweitschlechtesten Angriff an.

Autor: Arnulf Boetcher

Redaktion: Jürgen Bergheim

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