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Aktuell Nahost

Vier Tage Opferfest, vier Tage Gefechte

Es klang so hoffnungsvoll: die Waffenruhe, die der UN-Sondergesandte Brahimi für Syrien anlässlich des islamische Opferfests ausgehandelt hatte. Doch seit Freitag starben erneut hunderte Zivilisten, Kämpfer und Soldaten.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich tief enttäuscht über das Scheitern der Waffenruhe in Syrien. Bei einem Besuch in Südkorea forderte Ban mehr Einheit der internationalen Gemeinschaft im Syrien-Konflikt und versicherte, die Vereinten Nationen würden sich weiter um humanitäre Unterstützung bemühen.

Der Sonderbeauftragte Lakhdar Brahimi bilanzierte, die Lage werde immer schlechter. Es gebe im Moment auch keine Pläne, Friedenstruppen in dem Bürgerkriegsland zu stationieren, sagte er in Moskau nach Gesprächen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow.

Autobombe explodiert in Damaskus

Auch am vierten Tag und letzten Tag des Opferfestes Eid al-Adha wurde die vereinbarte Feuerpause nicht eingehalten. Kampfflugzeuge der Regierung von Präsident Baschar al-Assad bombardierten Stellungen von Aufständischen in Vororten von Damaskus. Ziele waren nach Berichten von Aktivisten das Wohngebiet Harat al-Schwam sowie das Stadtviertel Barseh im Norden der Hauptstadt.

Durch eine Autobombe wurden zudem in Jaramana nahe der Hauptstadt laut TV-Berichten mindestens zehn Personen getötet, mehr als 40 wurden verletzt. In dem Gebiet leben vor allem Christen und Drusen.

Video ansehen 01:18

Syrien: Die Waffenruhe, die keine ist

Die syrischen Streitkräfte hatten am Donnerstag der von Syrien-Vermittler Brahimi vorgeschlagenen Feuerpause zugestimmt, sich aber vorbehalten, auf Verstöße zu reagieren. Die bewaffnete Opposition hatte sich schon vorher einverstanden erklärt, über die Feiertage die Kämpfe einzustellen, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sich auch die Armee daran hält.

Militärs erheben Vorwürfe gegen Rebellen

Die syrische Armeeführung hat die Rebellen für die Verletzung der Waffenruhe verantwortlich gemacht. Sie warf den Aufständischen ebenfalls vor, für die Zerstörung des Landes verantwortlich zu sein. In einer am Montag vom Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung kündigten die Streitkräfte an, gegen diese "Terroristen" mit eiserner Faust vorzugehen, um Syrien zu retten.

Die Angaben aus Syrien können kaum überprüft werden, weil Journalisten der Zugang weitgehend versperrt ist.

li/mm (ape, afpe, rtr)

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