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Fußball

Vier deutsch-englische Duelle

Aufatmen in Monaco: München, Dortmund, Leverkusen und Schalke erhalten durch die Bank anspruchsvolle, aber nicht zu schwere Gruppen in der Champions League. Nur der BVB hätte es besser treffen können.

Welch passende Kulisse: Monaco, Mekka der Reichen Europas, war Schauplatz für die Reichen des europäischen Fußballs. Zur Auslosung der Champions-League-Gruppenphase waren sie geladen, die finanziellen Schwergewichte der Kickerbranche. Die Ziehung der kleinen Loskügelchen ist traditionell der Auftakt zur nächsten Runde im Wettbewerb, der das ganz große Geld im Fußball bringt: 1,34 Milliarden Euro Brutto fließen in der kommenden Saison in die Kassen der teilnehmenden Klubs, schätzt die Europäische Fußball-Union UEFA.

Dortmund in der schwersten Gruppe

Und gleich zum Auftakt gab es bei der Auslosung der Gruppenphase im mondänen Grimaldi Forum von Monaco für die deutschen Klubs Grund zur Zufriedenheit: Alle Bundesliga-Vertreter erwischten Gruppen, die zwar nicht einfach, aber auch nicht allzu schwer sind. Die Vorjahressieger des FC Bayern bekommen es mit der Millionen-Truppe Manchester City zu tun, die immer noch beweisen muss, dass sie nicht nur eine Ansammlung teurer Spieler, sondern auch eine erfolgreiche Mannschaft ist. Weitere Gegner der Bayern sind ZSKA Moska und FC Viktoria Pilsen.

Münchens Erzrivale Borussia Dortmund hat schon etwas hochkarätigere Gegner: Der FC Arsenal mit dem derzeit verletzten deutschen Stürmer Lukas Podolski, Olympique Marseille aus Frankreich sowie der personell deutlich verstärkte SSC Neapel. Bayer Leverkusen bekommt es mit Manchester United aus England, den Ukrainern von Schachtjor Donezk und Real Sociedad aus dem spanischen San Sebastián zu tun. Der FC Schalke 04 bekommt ein spannendes Duell mit dem Champions-League-Sieger von 2012, dem englischen FC Chelsea und dessen Coach José Mourinho sowie Spiele gegen den FC Basel aus der Schweiz sowie Steaua Bukarest aus Rumänien.

Arjen Robben trifft gegen Roman Weidenfeller (Foto: Reuters)

Warum nicht noch einmal? Im Mai gabs ein deutsches Finale zwischen Bayern und BVB, das der FCB gewann

Komplizierte Loseinteilung

Manch ein Fan wunderte sich im Vorfeld über die Lostopfeinteilung: Das Los des Titelverteidiger FC Bayern München lag erwartbar im Topf eins, der FC Schalke 04 schaffte es zwar nur mit Mühe in die Gruppenphase, befand sich aber überraschenderweise im zweiten Topf. Noch mehr verwunderte aber, dass neben Bayer Leverkusen auch Vorjahres-Finalist Borussia Dortmund nur in Topf drei gesetzt wurde. Antworten auf diese Fragen gibt das komplexe UEFA-Reglement: Maßgebend für die Einteilung in die Lostöpfe ist der so genannte UEFA-Klubkoeffizient, der die Leistungen eines Vereins in den vergangenen fünf Jahren misst und auch den Länderkoeffizienten des jeweiligen Jahres einfließen lässt, was große Fußballnationen gegenüber kleinen Ländern begünstigt.

Soweit die Theorie. Praktisch wird es am ersten Spieltag der Königsklasse, der am 17. und 18. September auf dem Programm steht. Das Finale steigt am 24. Mai 2014 in Lissabon. "Eine große Ehre für Portugal, wir wollen aus diesem Finale eine Erfolgsgeschichte machen", versprach während der Losziehung Portugals ehemaliger Star-Kicker Luis Figo, der den Pokal selbst 2002 mit Real Madrid gewinnen konnte.

Die Gruppenphase der Champions League im Überblick:

Gruppe A: Manchester United, Schachtjor Donezk, Bayer Leverkusen, Real Sociedad

Gruppe B: Real Madrid, Juventus Turin, Galatasaray Istanbul, FC Kopenhagen

Gruppe C: Benfica Lissabon, Paris Saint-Germain, Olympiakos Piräus, RSC Anderlecht

Gruppe D: Bayern München, ZSKA Moskau, Manchester City, FC Viktoria Pilsen

Gruppe E: FC Chelsea, FC Schalke 04, FC Basel, Steaua Bukarest

Gruppe F: FC Arsenal, Olympique Marseille, Borussia Dortmund, SSC Neapel

Gruppe G: FC Porto, Athlético Madrid, Zenit St. Petersburg, FK Austria Wien

Gruppe H: FC Barcelona, AC Mailand, Ajax Amsterdam, Celtic Glasgow