Viele Zivilisten in Nordsyrien getötet | Aktuell Nahost | DW | 26.12.2016
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Syrien-Krieg

Viele Zivilisten in Nordsyrien getötet

Die Stadt Al-Bab hat wegen ihrer Lage eine wichtige strategische Bedeutung - auch für die Terrormiliz "Islamischer Staat". Menschen, die von dort fliehen wollten, fielen den tödlichen Fallen der Dschihadisten zum Opfer.

Syrien al-Bab Angriff auf IS-Stellung (Getty Images/AFP/S. Ghaloun)

Syrische Rebellen feuern bei Al-Bab auf Stellung des "Islamischen Staates" (Archivbild)

Bei einem Angriff der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in der nordsyrischen Staat Al-Bab sind nach türkischen Militärangaben mindestens 30 Zivilisten getötet und viele weitere verwundet worden. Zahlreiche Opfer hätten durch Minen ihr Leben verloren, als sie die von Dschihadisten beherrschte Stadt verlassen wollten.

Ein Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan erklärte derweil, mehr als 220 IS-Mitglieder seien bei den jüngsten Gefechten um Al-Bab "neutralisiert" worden. Mit diesem Begriff umschreiben die türkischen Streitkräfte getötete oder gefangen genommene Kämpfer. Die Stadt im Nordwesten Syriens liegt nicht weit von Aleppo. Sie ist weniger als 30 Kilometer von türkischem Gebiet entfernt. Die türkischen Streitkräfte waren dort auf heftigen Widerstand der Islamisten getroffen.

Offensive seit August

Die Türkei unterstützt im Norden Syriens verschiedene Rebellengruppen in ihrem Kampf gegen die Truppen von Präsident Baschar al-Assad, aber auch gegen den "Islamischen Staat". Ende August begann eine Offensive des türkischen Militärs gegen den IS in Nordsyrien. Die mit Ankara verbündeten Rebellen eroberten seither Dscharablus, Al-Rai und Dabik von den Dschihadisten zurück.

Zugleich versucht die türkische Armee, die syrische Kurdenmiliz YPG aus der Grenzregion zu vertreiben. Die Türkei will einen möglichen Kurdenstaat in ihrer Nachbarschaft mit aller Kraft verhindern.

jj/gri (rtr, afp)