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Südasien

Viele Vermisste nach Hauseinsturz in Mumbai

In der indischen Metropole Mumbai sind beim Einsturz eines Gebäudes zahlreiche Menschen verschüttet worden. Durch Überschwemmungen sind in Indien und seinen Nachbarländern mehr als 1500 Menschen umgekommen.

Beim Einsturz eines Wohnhauses in der indischen Millionenstadt Mumbai (Bombay) sind mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 30 Personen wurden vermisst, wie die Einsatzkräfte mitteilten. Mindestens zehn Menschen überlebten den Einsturz des mehrstöckigen Gebäudes in dem dicht besiedelten Viertel Bhendi Bazaar verletzt, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Mehr als 40 Rettungskräfte waren im Einsatz. 

Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar. Heftiger Monsunregen hatte zwei Tage zuvor Überschwemmungen in der Finanz- und Unterhaltungsmetropole an der Westküste des Landes verursacht. Mindestens zehn Menschen starben dort bisher. Ob das Wetter bei dem Einsturz eine Rolle spielte, war zunächst offen. 

Indien | Gebäudeeinsturz - Einsatzkräfte suchen nach Überlebenden (Reuters/A. Andrade)

Rund 40 Rettungskräfte waren am Unglücksort im Einsatz

Zahlreiche Straßen der 20-Millionen-Einwohner-Stadt waren überschwemmt, wegen Störungen des Zugverkehrs saßen hunderte Menschen auf Bahnhöfen fest.

In Indien, Nepal und Bangladesch kamen durch die Überschwemmungen in den vergangenen Wochen mehr als 1500 Menschen ums Leben. Allein in Indien starben offiziellen Angaben zufolge seit Juni mehr als 1300 Menschen. Der nordöstliche Bundesstaat Bihar ist der am stärksten betroffene Teil Indiens. Dort starben nach offiziellen Zahlen bislang 514 Menschen. 

In Nepal und Bangladesch waren es nach Angaben der Behörden und des Roten Kreuzes jeweils etwas mehr als 140 Tote - die überwiegende Mehrheit davon seit der zweiten Augustwoche, als es tagelang heftig regnete. 

Video ansehen 02:16

Land unter in Indien

Je ein Drittel der Fläche Nepals und Bangladeschs stand zwischenzeitlich unter Wasser. In den beiden Nachbarländern Indiens sanken die Pegelstände mittlerweile. Damit stieg allerdings die Sorge vor dem Ausbruch gefährlicher Krankheiten, wie die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften warnte. Rund 41 Millionen Menschen in den drei Ländern seien von Überschwemmungen betroffen, sagte ein Sprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Hunderte Dorfbewohner seien von der Außenwelt abgeschnitten und hätten nichts zu essen.

Die südasiatische Monsunzeit von Juni bis September fordert jedes Jahr sehr viele Opfer. Die meisten ertrinken, werden von Erdrutschen begraben oder sterben durch Stromschläge.

stu/ml (afp, dpa)

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