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Aktuell Asien

Viele Vermisste nach Fährunglück in Indonesien

In stürmischer See ist vor Indonesien eine Fähre mit fast 120 Menschen an Bord gekentert. Bis zu fünf Meter hohe Wellen erschweren die Suche nach den Vermissten, unter denen sich auch viele Kinder befinden.

Rettungskräfte bringen Opfer des Fährunglücks im Hafen von Kolaka an Land (Foto: Reuters/Sulaeman/Antara)

Rettungskräfte bringen Opfer des Fährunglücks im Hafen von Kolaka an Land

Bislang seien die Leichen von zwei Kindern und einem Erwachsenen geborgen worden, erklärte ein Sprecher des indonesischen Transportministeriums. 39 Passagiere der Unglückfähre konnten lebend gerettet werden. Nach weiteren 78 Menschen werde noch gesucht, sagte ein Sprecher der örtlichen Behörde für Katastrophenschutz. Doch bis zu fünf Meter hohe Wellen erschwerten die Rettungsaktion.

Nach Angaben der Behörden befanden sich 118 Menschen an Bord, darunter 19 Kinder und zehn Besatzungsmitglieder. Die Passagierfähre war vor der indonesischen Insel Sulawesi in Seenot geraten. In einem Notruf der Besatzung hieß es, ihr Schiff habe "einen Unfall infolge von vier bis fünf Meter hohen Wellen" gehabt.

Fähre noch nicht gefunden

Ein Rettungsschiff konnte am Sonntagmorgen mehrere Überlebende aus der rauen See bergen. Vier Schiffbrüchige wurden von einem Fischer aus dem Wasser gezogen, wie der Sender TV One berichtete. Sie trieben in Rettungswesten im Wasser, als der Mann sie entdeckte und auf sein Boot holte. Unter ihnen war auch ein vierjähriger Junge. Weitere Passagiere sollen Berichten zufolge von Anwohnern gefunden und nach Hause gebracht worden sein. Die Katastrophenschutzbehörde wollte die Angaben überprüfen.

Zuvor hatten die Behörden mitgeteilt, dass sie den Kontakt zu der Fähre verloren hätten. Berichte, wonach das Schiff gesunken ist, wurden jedoch dementiert. Vielmehr hieß es, die Fähre sei manövrierunfähig. Gefunden haben die Rettungskräfte das Schiff jedoch noch nicht.

ww/sti (AFP, dpa)