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Aktuell Afrika

Viele Verletzte bei Explosion in Nairobi

Mitten in einem belebten Einkaufszentrum der kenianischen Hauptstadt sind 33 Menschen durch eine heftige Detonation verletzt worden. Anschlag oder technischer Defekt - die Ursache für die Explosion ist noch unklar.

Kenias Regierungschef Raila Odinga spricht von einem Granatenanschlag der somalischen Al-Schabaab-Miliz. "Wir verurteilen die Terroristen, und wir wollen ihnen sagen, dass ihre Tage gezählt sind", wird Odinga in den örtlichen Medien zitiert. Die Tat sei "abscheulich". "Diese Terrorakte werden uns nicht einschüchtern, wir stehen zusammen." Mit Blick auf die Einsätze der kenianischen Armee gegen die islamistischen Al-Schabab-Milizen im Nachbarland Somalia fügte Odinga hinzu: "Wir haben sie gejagt, und nun versuchen sie zurückzukommen."

Augenzeugen berichten, sie hätten einen Mann mit einer verdächtigen Tasche gesehen. Die Polizei bleibt vorsichtiger in ihrer Einschätzung, sie hält weiterhin einen Kurzschluss in einer Boutique für eine mögliche Explosionsursache.

Nach Polizeiangaben ereignete sich die heftige Explosion zur Mittagszeit (13.15 Uhr Ortszeit) in dem Einkaufszentrum an der belebten Avenue Moi im Stadtzentrum. Dort befinden sich vor allem kleinere Bekleidungsgeschäfte. Durch die Wucht der Detonation gingen Fensterscheiben und das Dach des Gebäudes zu Bruch, über dem dichter schwarzer Rauch hing. Die Feuerwehr rückte an, um ein durch die Explosion ausgelöstes Feuer zu löschen.

Mindestens 33 Menschen wurden nach offiziellen Angaben bei der Explosion verletzt, die meisten durch Glassplitter oder herumfliegende Trümmerteile. Einige der Verwundeten schwebten in Lebensgefahr, wie das kenianische Rote Kreuz mitteilte. Ein Ladenbesitzer berichtete von mehreren schwerverletzten Frauen, die unter anderem Verbrennungen erlitten.

Racheakt der Al-Schabaab?

Wenige Minuten nach der Detonation wurde auf einer der islamistischen Al-Schabaab nahestenenden Twitter-Seite eine "schwere Explosion in Nairobi" gemeldet, ohne dass es jedoch die Stellungnahme eines Bekenners gab.

Seit Kenia im vergangenen Jahr im Kampf gegen Aufständische Truppen ins benachbarte Somalia geschickt hat, gab es im eigenen Land immer wieder Granatenangriffe und Explosionen. Die Anschläge richteten sich dabei gegen Polizeifahrzeuge, Bars oder Kirchen. Die kenianischen Behörden machten wiederholt Rebellen der mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündeten somalischen Al-Schabaab-Mlizen dafür verantwortlich.

qu/hf (afp,dpa,ape)