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Irak und Syrien

Viele tote Zivilisten durch US-Angriffe auf IS

Immer wieder treffen die Luftangriffe der USA gegen den IS auch Unbeteiligte. Jetzt hat die Armee eine traurige Zwischenbilanz vorgelegt.

Syrien US-Flugzeuge greifen IS in Kobani an (picture-alliance/AP Photo/V. Ghirda)

Luftangriffe von US-Flugzeugen wie hier im syrischen Kobani im November 2014 gibt es regelmäßig

Die USA haben eingeräumt, dass bei 24 Luftschlägen im Irak und in Syrien in den vergangenen Monaten vermutlich 64 Zivilisten getötet wurden. Wie das Zentralkommando in Tampa mitteilte, wurden zudem weitere acht Menschen verletzt. Die Bilanz beinhaltet Luftangriffe von November 2015 bis September 2016. Nicht berücksichtigt ist ein Luftschlag in Syrien von Juli, bei dem 56 Zivilisten getötet sein könnten sowie ein Vorfall aus September mit zahlreichen getöteten syrischen Regierungstruppen.

Menschenrechtsbeobachter hatten der US-geführten Koalition mehrmals vorgeworfen, bei Angriffen gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" auch Zivilisten getötet zu haben. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte nennt höhere Opferzahlen als die offizielle Statistik. Die USA prüfen solche Berichte, veröffentlichen aber meist erst nach mehreren Monaten Informationen dazu.  

"Wir haben Teams, die rund um die Uhr damit beschäftigt sind, unbeabsichtigte zivile Opfer zu verhindern", sagte der Sprecher des Zentralkommandos, John Dorrian. Die Untersuchungen der 24 Luftschläge hätten ergeben, dass die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden. Die USA führen ein internationales Bündnis zur Bekämpfung der Terrormiliz in Syrien und im Irak an.

wo/wl (dpa, ap)