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Aktuelles

Viele Tote nach Anschlagsserie im Irak

Bei einer Anschlagsserie im Irak sind mindestens 46 Menschen getötet worden. 200 Menschen wurden verletzt. Die Explosionen ereigneten sich in mehreren Städten wie Kirkuk, Bagdad, Hilla und Kerbala.

Ziel der Bluttaten in insgesamt acht Städten waren vor allem Sicherheitskräfte und schiitische Bewohner. Die Anschläge wurden fast zeitgleich verübt.

Allein drei Bomben detonierten in der nordirakischen Stadt Kirkuk. Dort starben den Berichten zufolge zwölf Menschen. Mindestens 40 Menschen seien verletzt worden, als die Sprensätze unter anderem in der Nähe des Polizeihauptquartiers von Kirkuk detonierten.

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Viele Tote nach Anschlagsserie im Irak

Bagdad, Hilla und Kerbala auch betroffen

Zuvor waren im Zentrum der irakischen Hauptstadt Bagdad bei einem vermutlich von einem Selbstmordattentäter ausgeführten Anschlag mindestens drei Menschen getötet und acht weitere verletzt worden.

Auch in Hilla, Mahmudia und Kerbela detonierten Bomben. In Kerbala kamen 13 Menschen um, in Mahmudia drei und in Hilla starben zwei Menschen.

Behördenvertreter machten das Terrornetzwerk Al-Kaida für die Anschläge verantwortlich.

Gipfeltreffen der Arabischen Liga

Vom 27. bis zum 29. März ist im Irak erstmals seit mehr als 20 Jahren wieder ein Gipfeltreffen der Arabischen Liga geplant. Die Regierung des irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki hat nach lokalen Medienberichten rund 450 Millionen Dollar in die Vorbereitung des Treffens sowie Sicherheits- und Infrastrukturmaßnahmen investiert. Wegen der Umstürze in der arabischen Welt hatte die Liga ihre im Mai 2011 in Bagdad geplante Jahreskonferenz abgesagt.

Großdemonstration in Basra (Foto: AP)

Hundertausende gingen in Basra auf die Straße

Großdemonstration in Basra

Erst am Montag hatten Hunderttausende Anhänger des radikalen Schiiten-Predigers Muktada al-Sadr in der südirakischen Stadt Basra gegen Armut und Unterdrückung protestiert. Die Demonstranten schwenkten die irakische Flagge, hielten Bilder von al-Sadr in die Höhe und sangen: "Nein zu Armut, Nein zu Korruption". Die Proteste unter dem Motto "Tag der Unterstützung der unterdrückten Iraker" richteten sich auch gegen die Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki, dem sie vorwarfen, das Leben der armen Iraker nicht verbessert zu haben.

Die Massendemonstration fand am Vorabend des Jahrestages des US-Einmarsches im Jahr 2003 statt. Seit dem Abzug der US-Truppen Ende Dezember ist ein offener Machtkampf zwischen den sunnitischen und schiitischen Muslimen des Landes ausgebrochen, der die Regierungsarbeit lähmt.

as/wl (dpa, dapd, afp, rtr)

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