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Aktuell Nahost

Viele Tote kurz vor Waffenruhe in Syrien

In Syrien ist kurz vor der vereinbarten Waffenruhe kein Ende der Kämpfe in Sicht. Die Truppen von Präsident Assad verstärken im Gegenteil ihre Angriffe.

Die Staatsmacht verfolge die Gegner von Präsident Baschar al-Assad mit unverminderter Härte, erklärte die in London ansässige syrische Beobachtungsgruppe für Menschenrechte. Nach Angaben der in Großbritannien ansässigen Organisation kamen mehr als 80 Menschen allein am Samstag bei Angriffen der syrischen Armee ums Leben.

In Agenturberichten ist sogar von bis zu 130 Toten die Rede. Ob die Zahlen stimmen, ist unklar. Eine journalistische Berichterstatung ist in Syrien kaum möglich.

Ban: Waffenruhe rechtfertigt kein weiteres Töten

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte die syrische Führung nochmals auf, umgehend und ohne Vorbedingungen alle Militäroperationen gegen die syrische Bevölkerung zu beenden. Der vom Weltsicherheitsrat unterstützte Zeitplan für eine Waffenruhe in wenigen Tagen sei keine Rechtfertigung für weiteres Töten, stellte Ban klar.

Ab Dienstag sollen in Syrien die Waffen schweigen - knapp 13 Monate nach Beginn des Konflikts. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind während des Aufstandes gegen das Regime von Präsident Assad bislang mehr als 9.000 Menschen gestorben. Viele Menschen starben, weil sie von Heckenschützen getötet wurden. Diese feuerten von Dächern aus auf Mitglieder der Demokratiebewegung.

Syrien Flüchtlinge,REUTERS

Eine Zeltstadt für syrische Flüchtlinge in Boynuyogun in der türkischen Provinz Hatay

Die Türkei wird nach Angaben ihres Ministerpräsidenten ruhig auf die Einhaltung einer Waffenruhe in Syrien bis zum 10. April warten. Sollte die Gewalt danach aber
andauern, könnten Schritte unternommen werden, sagte Regierungschef Recep Tayyip Erdogan.

In der Vergangenheit hatte die Regierung in Ankara die Einrichtung einer Pufferzone im Grenzgebiet auf syrischer Seite ins Spiel gebracht. Allein am Freitag flüchteten nach türkischen Angaben 700 Syrer über die Grenze ins Nachbarland. Die Zahl der syrischen Flüchtlinge stieg damit auf mehr als 24.000.

haz/ml (rtr, dpa)