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Aktuell Asien

Viele Tote bei Unwetter in Asien

Ein Taifun wütet über China. Durch schwere Überschwemmungen und Erdrutsche sind rund 190 Menschen ums Leben gekommen, viele werden noch vermisst. Auch Pakistan wird von heftigen Monsunregen heimgesucht.

Sturm und Regen zerstörten mehr als 80.000 Häuser, wie chinesische Staatsmedien berichteten. Rund 1,3 Millionen Menschen wurden landesweit vor den Fluten in Sicherheit gebracht (s. Artikelbild). Die Zahl der Vermissten beläuft sich bislang auf 200. Die unmittelbaren wirtschaftlichen Schäden belaufen sich nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua auf 20 Milliarden Yuan, das sind mehr als 2,4 Milliarden Euro.

Besonders betroffen sind die Provinzen Liaoning, Jilin und Heilongjiang im Nordosten Chinas. Dort steigen die Pegelstände von drei großen Flüssen weiter. Zehntausende Soldaten sind im Hilfseinsatz. Im Nordwesten Chinas erfasste ein heftiger Regensturm einen Bautrupp. Dabei wurden 21 Arbeiter in den Tod gerissen. Die Männer seien einfach "weggespült" worden, berichtete Xinhua.

Erst in der vergangenen Woche war Südchina vom Taifun "Utor" heimgesucht worden. Es war der bislang stärkste Sturm des Jahres. Meteorologen warnten vor schweren Regenfällen in den nächsten Tagen. Im Süden des Landes wird voraussichtlich der Taifun "Trami" über die Küste hinwegfegen. "Trami" zog bereits am Mittwoch über Taiwan. Auf der Insel wurden Menschen aus Angst vor Erdrutschen in Sicherheit gebracht. Der Flug- und Bahnverkehr wurde ausgesetzt.

Hochwasser im pakistanischen Dorf Billi Wala von einem Helikopter aus gesehen (Foto: picture alliance/Photoshot)

Hochwasser im pakistanischen Dorf Billi Wala

Heftiger Monsunregen hat auch in Pakistan zu Überschwemmungen geführt. Dabei sind in den vergangen drei Wochen mindestens 139 Menschen ums Leben gekommen. 804 Menschen seien verletzt worden, sagte ein Vertreter der Katastrophenschutzbehörde. Insgesamt seien 931.000 Menschen in knapp 4.000 Dörfern von dem Hochwasser betroffen. Mehr als 13.000 Häuser wurden den Angaben zufolge bereits zerstört. Für die Betroffenen wurden mehr als 240 Notunterkünfte eingerichtet.

Die pakistanischen Behörden standen zuletzt wiederholt in der Kritik, weil sie sich nur unzureichend um Hochwasserschutz bemühten. Bei den bislang schlimmsten Überschwemmungen im Land waren 2010 fast 1800 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben ihres Vertreters ist die Katastrophenschutzbehörde nun allerdings auf alle Eventualitäten vorbereitet.

rk (afp, dpa)