Viele Tote bei Selbstmordanschlag in Nigeria | Aktuell Afrika | DW | 17.02.2018
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Islamistischer Terror

Viele Tote bei Selbstmordanschlag in Nigeria

Auch wenn es noch kein Bekennerschreiben gibt: Die Bluttat im terrorgeschüttelten Nordosten Nigerias trägt die Handschrift einer Terrorgruppe, die schon Tausende getötet und Millionen in die Flucht getrieben hat.

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Markt im Nordosten Nigerias sind nach Polizeiangaben mindestens 18 Menschen getötet und viele weitere verletzt worden. Es wird befürchtet, dass die Opferzahl noch steigt, da viele Verwundete in Lebensgefahr schweben.

Drei Attentäterinnen sprengten sich demnach auf einem belebten Fischmarkt in der Stadt Konduga im Bundesstaat Borno in die Luft. Konduga liegt etwa 30 Kilometer von Maiduguri, der Hauptstadt des Bundesstaates, entfernt.

Die Handschrift von Boko Haram

Bisher hat sich niemand zu der Tat bekannt. Doch hinter dem Anschlag wird die Terrorgruppe Boko Haram vermutet. Die Islamisten kämpfen seit dem Jahr 2009 gewaltsam für die Errichtung eines sogenannten Gottesstaates im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias.

In dem Konflikt wurden mindestens 20.000 Menschen getötet und 2,6 Millionen in die Flucht getrieben. Immer wieder verüben die Extremisten Anschläge und Überfälle auf Dörfer, Kirchen, Schulen, Sicherheitskräfte, Politiker und Behördenvertreter.

jj/HF (dpa, afp, rtr)