Viele Tote bei Raketenagriff auf Syriens Hauptstadt Damaskus | Aktuell Nahost | DW | 20.03.2018
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Syrien

Viele Tote bei Raketenagriff auf Syriens Hauptstadt Damaskus

Bei dem Beschuss eines Marktes in Damaskus sind Sicherheitskräften zufolge 35 Zivilisten getötet worden. Es ist einer der schwersten Angriffe auf die syrische Hauptstadt.

40 Menschen seien zudem verletzt worden, sagte der Direktor eines örtlichen Krankenhauses der Deutschen Presse-Agentur. Augenzeugen berichteten, wie eine Rakete in einer Einkaufszone einschlug, in direkter Nähe zu einem Sicherheits-Checkpoint.

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana sagte, "Terroristen" hätten die Rakete auf das Viertel Kaschkul abgefeuert. Als "Terroristen" bezeichnen staatliche Medien auch die islamistischen Aufständischen in der nahe gelegenen Rebellenhochburg Ost-Ghuta.

Immer wieder sterben Zivilisten

Die syrische Regierung wirft Rebellen dort immer wieder vor, die syrische Hauptstadt mit Artillerie und Raketen anzugreifen und dabei Zivilisten zu töten. Die Region, die vor allem von Islamisten kontrolliert wird, erlebt seit rund einem Monat die schwerste Angriffswelle seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs. Dabei wurden Menschenrechtlern zufolge fast 1500 Zivilisten getötet. Mittlerweile haben Regierungstruppen den größten Teil Ost-Ghutas eingenommen.

Bei dem Angriff in Kaschkul handelt es sich um einen der schwersten auf Damaskus. Die Hauptstadt wird von den Kräften von Präsident Baschar al-Assad kontrolliert und gilt eigentlich als relativ gut gesichert.

In der Nacht zu Dienstag hatten Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bei einem Überraschungsangriff nahe Damaskus 36 Regierungskämpfer getötet und die Kontrolle über das Viertel Kadam übernommen.

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Dramatische humanitäre Lage in Afrin und Ost-Ghuta

rk/uh (dpa, ape, afpe)

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