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Blutbad in Bagdad

Viele Tote bei neuem Terror im Irak

Kein Ende der Gewalt: Die irakische Hauptstadt Bagdad ist von einem schweren Anschlag erschüttert worden. Mindestens 45 Menschen wurden nach offiziellen Angaben getötet, etwa 50 verletzt.

Die Bombe sei in einem geparkten Auto explodiert, berichtete der Sprecher einer Sicherheitsbehörde weiter. Die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich über ihr Sprachrohr Amaq zu dem Anschlag. Wie es heißt, wurde der Anschlag in der Nähe eines belebten Marktes verübt. In sozialen Medien waren mit Handys aufgenommene Bilder mit verkohlten Leichen und starken Zerstörungen zu sehen.

Teil einer Anschlagsserie

Am Mittwoch hatte ein Selbstmordattentäter in der Nähe des mehrheitlich schiitischen Viertels Sadr City im Norden der Hauptstadt ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug zur Explosion gebracht und mindestens zehn Menschen mit in den Tod gerissen. Auch zu diesem Anschlag hatte sich die IS-Miliz bekannt.

Die Extremisten stehen wegen einer Militäroffensive auf ihre Hochburg Mossul im Norden des Landes unter Druck. Sie versuchen, die Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten im Land anzuheizen und die fragile Sicherheitslage im Irak weiter zu destabilisieren.

Trotz der Attentatsserie ist der IS aber in Bedrängnis: Mittlerweile ist Mossul die letzte große Stadt im Irak, die noch teilweise vom IS gehalten wird. Die im vergangenen Oktober gestartete Offensive der irakischen Armee auf Mossul wird von der US-geführten Anti-IS-Koalition durch Luftangriffe unterstützt.
 

haz/cr (dpa, afp, rtr)