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Aktuell Welt

Viele Tote bei Luftschlägen gegen IS-Terrormiliz

Seit September greift eine von den USA geführte Koalition Stellungen des "Islamischen Staates" in Syrien aus der Luft an. Mehr als tausend Dschihadisten wurden seitdem getötet.

Seit Beginn der US-geführten Luftangriffe in Syrien am 23. September habe es mindestens 1171 Tote gegeben, unter ihnen 1046 Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), 72 Mitglieder der Al-Kaida-nahen Al-Nusra-Front und 52 Zivilisten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London mit. Die oppositionsnahe Organisation bezieht ihre Informationen aus einem Netz von Aktivisten und Ärzten vor Ort in Syrien.

Ziel der Attacken der Luftwaffe der USA und verbündeter arabischer Staaten ist es, den Vormarsch der Dschihadisten im syrischen Bürgerkrieg zu stoppen. Die Angriffe richten sich vorwiegend gegen die IS-Miliz, trafen wiederholt aber auch die mit dieser rivalisierenden Al-Nusra-Front.

Offensive der Kurden

Der IS hat in den von ihm kontrollierten Gebieten in Syrien und im benachbarten Irak ein islamisches Kalifat ausgerufen. Dort gehen die sunnitischen Extremisten mit großer Brutalität gegen Andersgläubige und politische Gegner vor. Nach erfolgreichen Sommeroffensiven musste die Terrorgruppe in jüngster Zeit militärische Rückschläge hinnehmen. So eroberten kurdische Peschmerga-Kämpfer in der vergangenen Woche das strategisch wichtige Sindschar-Gebirge im Nordirak zurück und befreiten tausende dort eingeschlossene Mitglieder der religiösen Minderheit der Jesiden. Die US-Luftwaffe leistete dabei massive Unterstützung.

Verlustreich für die Dschihadisten sind auch die Kämpfe um die syrische Kurdenstadt Kobane unmittelbar an der Grenze zur Türkei. Der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, sagte der Deutschen Presse-Agentur, bei den Gefechten um die vom IS seit 100 Tagen belagerte Stadt seien bislang 1430 Menschen getötet worden, 950 Dschihadisten, 450 kurdische Verteidigung und 30 Zivilisten.

Der IS hatte am 15. September mit der Belagerung Kobanes begonnen. Bis zu 200.000 Menschen waren vor den Kämpfen in die Türkei geflohen. Kurdische Kräfte verteidigen die Stadt seither erbittert.

wl/ml (dpa, afp)