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Aktuell Afrika

Viele Tote bei Kämpfen um Bengasi

Bei neuen Gefechten rund um den Flughafen der ostlibyschen Stadt Bengasi sind nach jüngsten Militärangaben mindestens 36 Soldaten getötet worden. Islamistische Milizen hatten die Regierungstruppen angegriffen.

Zunächst war von 13 Toten die Rede gewesen. Wie ein Armeesprecher betonte, seien außerdem mehr als 70 Soldaten verletzt worden.

Islamistische Milizen, die bereits weite Teile Bengasis kontrollieren, hatten einen Angriff auf den Flughafen gestartet, um auch diesen zu erobern. Der Flughafen (siehe Artikelbild) war in den vergangenen Monaten immer wieder Schauplatz von Gefechten. Die Armee griff bei den jüngsten Attacken der islamistischen Milizen auch aus der Luft an. Wie es heißt, hatten die Extremisten bei ihrem Vorrücken auf den Airport auch drei Autobomben gezündet.

Fast komplett in der Hand der Extremisten

Bengasi war der Ursprungsort des Aufstands gegen den langjährigen Machthaber Muammar al-Gaddafi, der im Jahr 2011 gestürzt und später ermordet wurde. Inzwischen kontrolliert die von der libyschen Regierung und den USA als Terrorgruppe gelistete Miliz Ansar al-Scharia rund 80 Prozent der Hafenstadt im Osten des Landes. Auch im Rest des nordafrikanischen Landes kämpfen Milizen, die aus ehemaligen Rebellenverbänden hervorgegangen sind, um die Macht.

Bengasi und die Hauptstadt Tripolis waren im August zu großen Teilen an islamistische Milizionäre gefallen. Sowohl die Regierung als auch das Parlament verlegten ihren Sitz aus Furcht vor den Aufständischen in den Osten des Landes. Die Islamisten setzten ihrerseits eine Parallelregierung in Tripolis ein.

haz/cr (afp, rtr)