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Aktuell Asien

Viele Tote bei Hauseinsturz in Indien

Es wurde in nur sechs Wochen errichtet: Beim Einsturz eines Hochhauses nahe Mumbai kamen mindestens 45 Menschen ums Leben. Noch immer wird nach Verschütteten gesucht. Jetzt erheben die Behörden schwere Vorwürfe.

45 Tote, darunter mehr als 14 Kinder, viele Verletzte und eine unbekannte Zahl Verschütteter: Das ist die bisherige Bilanz des Einsturzes eines Hochhauses nahe der westindischen Finanzmetropole Mumbai. Ein Polizeisprecher sagte, etwa 70 Menschen seien verletzt worden, als das Gebäude am Vorabend in dem Ort Thane kollabierte. "Die Zahl der Toten kann noch steigen, weil mehrere Menschen lebensgefährlich verletzt wurden." Auch dauere die Suche nach Verschütteten noch an. Das Haus sei noch im Bau gewesen. Dennoch seien von sieben fertig gestellten Stockwerken schon vier bewohnt gewesen.

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Hauseinsturz in Mumbai

Der Nachrichtensender NDTV meldete, viele der Opfer seien Arbeiter, die aus anderen Landesteilen auf der Suche nach Jobs nach Mumbai gekommen seien. Rund 100 Katastrophenhelfer hätten die ganze Nacht lang nach Verschütteten gesucht. Die Nachrichtenagentur IANS meldete, am Freitagmorgen hätten Helfer unter dem Beifall Umstehender fünf Kinder aus den Trümmern geborgen.

"Das Gebäude wurde in eineinhalb Monaten erreichtet", sagte der Arbeitsminister des Bundesstaats Maharashtra, Ganesh Naik. Er geht deshalb davon aus, dass "der Bau natürlich mangelhaft gewesen" sei. Die erforderlichen Genehmigungen für den Bau lägen nicht vor. Der Polizeisprecher sagte, der Bauunternehmer sei geflohen. Nach ihm werde wegen vorsätzlicher Tötung gefahndet. Der Nachrichtensender CNN-IBN berichtete, in Thane gebe es rund 250 solcher illegaler Gebäude, gegen deren Bauherren die örtlichen Behörden nicht vorgingen.

mm/sti (dpa, ap, afp)

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