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Asien

Viele Tote bei Erdbeben in Indonesien

Die indonesische Provinz Aceh ist von einem Erdbeben der Stärke 6,5 erschüttert worden. Nach jüngsten Berichten kamen mehr als 90 Menschen ums Leben.

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Erdbeben erschüttert Indonesien

Wie der Zivilschutz mitteilte, sind bislang 97 Menschen durch das Beben ums Leben gekommen. Hunderte seien verletzt worden, mindestens 26 schwer. Unter den Trümmern vieler Gebäude würden noch weitere Opfer vermutet, hieß es weiter. Der Nationalen Erdbebenwarte zufolge lag das Epizentrum 18 Kilometer nordöstlich des Bezirks Pidie Jaya auf der Insel Sumatra.

Rettungskräfte versuchen, mit Hilfe von schwerem Gerät zu den Verschütteten vorzudringen, in der Hoffnung, Überlebende zu finden. Laut örtlichen Behördenvertretern überraschten die Erschütterungen viele Bewohner der muslimisch geprägten Region bei den Vorbereitungen zum Morgengebet. 

Angst vor Tsunami

Nach Angaben von Seismologen war das Beben fast in der gesamten Provinz Aceh zu spüren, die bei der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean im Dezember 2004 schwer zerstört worden war. Aus Angst vor einer hohen Flutwelle flohen viele Küstenbewohner in Panik aus ihren Häusern. Es wurde aber keine Tsunami-Warnung ausgegeben.

Indonesien Erdbeben Sumatra Banda Aceh (Getty Images/AFP/Z. Muttaqien)

Bewohner vor eingestürzten Gebäude in der Stadt Pidie

Vor den Krankenhäusern leisteten Ärzte auf der Straße Erste Hilfe, wie der stellvertretende Distriktchef Said Muyadi berichtete. Die Menschen hätten Angst vor Nachbeben und trauten sich deshalb nicht in die Gebäude.

Häufige Beben

In Indonesien bebt die Erde häufig. Der südostasiatische Inselstaat liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo mehrere Kontinentalplatten aufeinander stoßen. Diese sind ständig in Bewegung und lösen immer wieder Erdbeben oder Vulkanausbrüche aus.

Vor zwölf Jahren hatte der durch ein heftiges Seebeben ausgelöste Tsunami an den Küsten des Indischen Ozeans allein in Indonesien mehr als 170.000 Menschen in den Tod gerissen. Zehntausende weitere Menschen starben in anderen betroffenen Staaten, darunter Thailand, Sri Lanka und Indien.  

gri/kle (afp, dpa)

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