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Aktuell Nahost

Viele Tote bei Anschlagsserie in Syrien

Bei einer Anschlagsserie im Nordosten Syriens sind mindestens 16 Menschen getötet und 30 weitere verletzt worden. Betroffen ist die Stadt Kamischli, wo in mehreren Restaurants Bomben explodierten.

Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, wurde mindestens einer der Sprengsätze von einem Selbstmordattentäter gezündet. Zu den Anschlägen bekannte sich die Dschihadistenorganisation "Islamischer Staat" (IS).

Selbstmordattentäter sprengt sich in christlichem Viertel in die Luft

Nach Angaben der Beobachtungsstelle, die ihren Sitz in London hat und ihre Informationen von Ärzten und Aktivisten vor Ort bezieht, sprengte sich der Selbstmordattentäter in einem Restaurant in einem christlichen Viertel von Kamischli in die Luft. Auch ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP bestätigte dies. Die dem IS nahestehende Nachrichtenagentur Amaq berichtete, die Dschihadisten hätten die Anschläge verübt und "dutzende Menschen getötet und verletzt".

Kamischli liegt in der Provinz Hassaka an der Grenze zur Türkei. Die Stadt wurde in diesem Jahr schon von mehreren Anschlägen erschüttert. Einige Teile Kamischlis stehen unter Kontrolle kurdischer Milizen, vor allem die Kurden-Miliz YPG ist in der Stadt vertreten.

Erbitterte Gegner

Die radikal-islamische IS-Miliz und die YPG liefern sich im Nordosten Syriens erbitterte Kämpfe. In den vergangenen Wochen hat der IS bereits eine ganze Reihe von Anschlägen in den Kurden-Gebieten verübt.

Die YPG ist ein wichtiger Verbündeter der von den USA geführten Allianz im Kampf gegen den IS. Die IS-Miliz hat weite Teile Syriens und des Nachbarlandes Irak unter ihre Kontrolle gebracht und über die Staatsgrenze hinweg ein Kalifat ausgerufen.

haz/ cw (rtr, afp, dpa)