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Syrien-Krieg

Viele Tote bei Anschlag in Syrien

Erst Erfolgsmeldungen - dann neue Gewalt. Der Kampf um Al-Bab schien bereits entschieden, da wird ein schweres Attentat gemeldet. Ist es ein letztes Aufbäumen des zurückgedrängten IS?

Bei einem Autobombenanschlag nahe der nordsyrischen Stadt Al-Bab sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 50 Menschen getötet worden. Wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien mitteilte, waren die meisten Todesopfer Rebellenkämpfer. Die Angaben der Beobachtungsstelle lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim teilte mit, es seien auch zwei türkische Soldaten unter den Opfern. Mehrere weitere Soldaten seien bei dem Anschlag verletzt worden, als sie Straßenkontrollen durchführten. Yildirim sprach von einem Selbstmordattentat.

Protürkische Rebellen hatten am Donnerstag die Einnahme von Al-Bab verkündet - die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS), die das Gebiet bisher beherrschte, sei zurückgedrängt worden. Weniger als 24 Stunden danach habe sich ein Angreifer in Susian nordöstlich der Stadt mit einem Fahrzeug in die Luft gesprengt, sagte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Auch weiterhin befänden sich IS-Kämpfer in Al-Bab.

Der türkische Verteidigungsminister Fikri hatte zuvor erklärt, die Rebellen übten eine "fast vollständige Kontrolle" über die Stadt aus. Für die Extremisten wäre der erzwungene Rückzug aus Al-Bab ein schwerer Rückschlag: Auch die letzte irakische Hochburg des IS, Mossul, steht unter Feuer. Im Rahmen einer Großoffensive wurde bereits der östliche Teil der belagerten Stadt befreit.

jj/mak (dpa, afp, rtr)

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