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Aktuell Welt

Viele Tote bei Anschlag im Jemen

Bei einem Anschlag auf die Polizeiakademie in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind nach ersten Berichten zahlreiche Menschen getötet worden. Noch hat sich niemand zu dem Anschlag bekannt.

Nach Angaben von Sicherheitskräften wurden mindestens 30 Menschen getötet und zahlreiche verletzt, als ein Selbstmordattentäter seinen mit Sprengstoff beladenen Kleinbus vor der Polizeiakademie in Sanaa zur Explosion brachte. In anderen Meldungen ist von mehr als 40 Todesopfern die Rede. Vor der Akademie hätten sich viele Menschen versammelt, die sich über einen Eintritt in die Polizei informieren wollten, hieß es.

Von der Anschlagsstelle stieg eine Rauchsäule auf. Opfer wurden in Krankenwagen abtransportiert. Einige Leichen lagen auf der Straße, wie Augenzeugen berichteten. Für das Attentat übernahm bislang keine Organisation die Verantwortung.

Schiiten in der Offensive

Der Jemen wird seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Ali Abdullah Saleh im Jahr 2012 von Gewalt und schweren politischen Unruhen erschüttert. Schiitische Huthi-Rebellen starteten Anfang vergangenen Jahres eine Offensive, in deren Verlauf sie im September auch die Hauptstadt Sanaa einnahmen. Seither weiteten die Milizen ihren Machtbereich im Zentrum und Westen des Landes aus.

Die Huthi fordern mehr politische Mitsprache für die Minderheit der Schiiten. Allerdings stoßen sie dabei auf heftigen Widerstand sunnitischer Stämme und des Terrornetzwerks "Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel". Erst am Sonntag war ein Anschlag auf Huthi-Milizionäre in Dhamar südlich von Sanaa verübt worden. Dabei wurden vier Menschen getötet, unter ihnen auch ein Fernsehreporter.

wl/cr (dpa, afp, rtre, ape)