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Terrorismus

Viele Tote bei Anschlag auf Sufi-Schrein in Pakistan

Ein Selbstmordattentäter reißt während einer religiösen Zeremonie im Südwesten Pakistans mindestens 18 Gläubige mit in den Tod. Die Behörden rechnen mit weiteren Todesopfern.

Zum Zeitpunkt des Anschlags war der Fatehpur-Schrein voller muslimischer Gläubiger, die dort des Heiligen Syed Cheesal Shah gedachten. Hunderte hätten dort getanzt, unter den Toten seien auch Wachleute, berichteten lokale Behördenvertreter des Distrikts Jhal Magsi in der südwestpakistanischen Provinz Baluchistan. Der Selbstmordattentäter habe mindestens 16 Menschen mit in den Tod gerissen und etwa 30 weitere verletzt.

Der Attentäter zündete demnach die Bombe, nachdem Polizisten bei einer Routinekontrolle versuchten, ihn vor dem Schrein aufzuhalten. Ein Sprecher der Provinzverwaltung meinte, die Zahl der Todesopfer werde vermutlich noch steigen. Über Täter und mögliche Hintermänner wurde nur spekuliert. 

Baluchistan grenzt an den Iran und Afghanistan. Im November 2016 waren bei einem Selbstmordanschlag auf einen Sufi-Schrein in derselben Region mehr als 50 Menschen ermordet worden.

Zu dem Schrein in Jhal Magsi pilgern sowohl Sunniten als auch Schiiten. Die Sufis gehören einer mystischen Richtung des Islam an. Sie suchen den spirituellen Kontakt zu Gott über Musik, Tanz und Gesang. Die große Mehrheit der Pakistaner ist sunnitischen Glaubens.

SC/jj (APE, afpe, dpa)

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