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Aktuell Afrika

Viele Tote bei Anschlag auf Fußballfans in Nigeria

In Nigeria sind jetzt auch Fußballfans in das Visier von Terroristen geraten. Mindestens 30 Menschen sollen getötet worden sein, als in der Stadt Mubi im Nordosten des Landes nach einem Match eine Bombe hochging.

Die Umstände sind noch nicht genau geklärt: Ein Polizeibeamter sagte, die Bombe sei nach einem Fußballspiel detoniert und habe den Zuschauern gegolten, die das Sportgelände verlassen wollten. In anderen Quellen heißt es, die Bombe sei in einem Lokal gezündet worden, in dem das Fußballspiel im TV gezeigt wurde. Auch zur Opferzahl gibt es unterschiedliche Angaben. Augenzeugen berichten von mindestens 30 Toten, in Agenturen ist sogar von möglicherweise 60 Toten die Rede.

Geht auch dieser Anschlag auf das Konto der Boko Haram?

Mubi liegt im Bundesstaat Adamawa nahe des Nachbarstaates Borno, der als Hochburg der islamistischen Gruppierung Boko Haram gilt. Diese verübte in der Stadt Mubi bereits mehrfach tödliche Anschläge und Angriffe. Boko Haram legt den Islam ultrakonservativ aus und fordert für den mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias die Errichtung eines islamischen Staates.

Kamerun Sicherheitskräfte Boko Haram

Auch das benachbarte Kamerun geht jetzt gegen die Boko Haram vor

Auch die Regierung in Kamerun verstärkt jetzt den Druck auf die islamistische Terrorsekte. Etwa 40 von deren Kämpfern seien bei Gefechten gefallen, wurde stolz über den kamerunischen Staatsrundfunk bekanntgegeben. Die Sicherheitskräfte seien im äußerten Norden bei Kousseri - nahe der Grenze zu Nigeria und zum Tschad - erfolgreich gegen die Extremisten vorgegangen. Dort hatte Kamerun nach Vorwürfen der Nachbarstaaten, zu wenig gegen die Terrorsekte zu unternehmen, schließlich 1000 Soldaten stationiert.

Wieder frei: Zwei Priester und eine Ordensfrau

Zwei Anfang April in Kamerun gekidnappte italienische Priester und eine kanadische Ordensfrau wurden unterdessen freigelassen. Dies bestätigten das Außenministerium in Rom und der Vatikan. Italiens Regierung dankte dem kamerunischen Staatsprädidenten Paul Biya für seine "großartige" Vermittlungsarbeit. An der Aktion sollen auch der italienische Geheimdienst und die kanadische Regierung beteiligt gewesen sein. Ob Lösegeld gezahlt wurde, blieb unklar.

Zu der Entführung hatte sich keine Gruppe bekannt. Vermutet wurde aber auch hinter dieser Geiselnahme die Boko Haram, die schon einmal einen französischen Geistlichen verschleppt hatte. Die für einen islamischen Gottesstaat kämpfenden Extremisten haben in Nigeria mehr als 200 christliche Schulmädchen entführt und angedroht, diese zu versklaven oder zu verkaufen.

haz/mak (rtr, sid, afp)

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