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Aktuell Asien

Viele Todesopfer bei Luftangriff in Pakistan

Pakistanische Kampfjets haben mutmaßliche Stellungen von Extremisten in der Region Nord-Waziristan bombardiert. Dabei wurden nach Angaben des Militärs mindestens 60 Menschen getötet.

Das pakistanische Militär teilte mit, unter den Todesopfern des Luftangriffs in Miranshah seien auch "wichtige Befehlshaber" der Extremisten. Es hätten Geheimdienstinformationen vorgelegen, wonach sich in der an Afghanistan grenzenden Region Nord-Waziristan Aufständische versteckten. Die Bergregion gilt als Rückzugsgebiet für radikal-islamische Taliban-Kämpfer und Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida. Die USA nehmen mit ihren unbemannten Drohnen dort regelmäßig Stellungen der Aufständischen unter Beschuss.

Ein Militärsprecher teilte weiter mit, bei der Attacke der Luftwaffe seien etwa 30 Menschen verwundet worden. Kampfflugzeuge und Hubschrauber hätten auf mutmaßliche Verstecke von Extremisten Bomben abgeworfen. Ein Geheimdienstoffizier wurde mit der Aussage zitiert, der Angriff habe mutmaßlichen Terroristen gegolten, die in jüngster Zeit an Bombenanschläge in Peshawar, Mohmand, der Stammesregion Bajaur sowie in Nord-Waziristan beteiligt gewesen seien.

Eine Bestätigung für die Angaben zu den Opfern des Militäreinsatzes von unabhängiger Seite ist nicht möglich, weil es Journalisten untersagt ist, die umkämpfte Region zu betreten.

Am 8. Mai waren bei einem Bombenanschlag im nordwestpakistanischen Stammesgebiet Nord-Waziristan acht Soldaten getötet und mehrere weitere verletzt worden. Ein Konvoi sei außerhalb des Ortes Miranshah in eine Sprengfalle geraten, teilte das Militär mit. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Nord-Waziristan ist weitgehend unter der Kontrolle der Taliban und anderer Extremistengruppen. Die pakistanischen Taliban hatten vor einem Monat eine Waffenruhe mit der Regierung auslaufen lassen, die sich um Friedensgespräche mit den Extremisten bemüht. Es war der erste größere Anschlag auf die Sicherheitskräfte seitdem.

kle/se (rtr, afp, dpae)

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