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Aktuell Asien

Viele Todesopfer bei Lawinen in Afghanistan

Zwei Tage hat es im OstenAfghanistans heftig geschneit. Nun sind in der Provinz Pandschir mehrere Lawinen abgegangen. Dabei kamen zahlreiche Menschen ums Leben.

Der Polizeichef der afghanischen Provinz Pandschir, Abdul Asis Ghairat, sagte, Bergungsmannschaften und Dorfbewohner hätten bisher 47 Leichen aus den Schneemassen geborgen. Dutzende weitere Menschen würden seit den nächtlichen Lawinenabgängen vermisst. "Wir versuchen, sie zu finden, aber uns fehlen schweres Gerät und andere Mittel, um sie zu bergen." Der Provinzgouverneur Abdul Rahman Kabiri teilte mit, etwa 15 Menschen seien mit Erfrierungen und anderen Verletzungen geborgen worden. Nach seinen Angaben zerstörten die Schneemassen etwa 60 Häuser.

Die heftigen Schneefälle legten auch die wichtigste Verbindungsroute zwischen Kabul und Nordafghanistan lahm, die über den Salang-Pass führt. Dort wurden Hochspannungskabel beschädigt, die die Hauptstadt mit Elektrizität aus Tadschikistan versorgen. Seit Montagabend kommt es daher in weiten Teilen Kabuls immer wieder zu stundenlangen Stromausfällen. Der Salang-Pass wurde für den Verkehr gesperrt.

Lawinen auch in anderen Provinzen

In der zentralafghanischen Provinz Bamian war am Dienstag nach Angaben der Provinzregierung eine vierköpfige Familie bei einem weiteren Lawinenabgang ums Leben gekommen. Zwei weitere Todesopfer durch Schneeunglücke werden aus der westlichen Provinz Baghdis gemeldet.

Naturkatastrophen verursachen im Hindukusch-Gebirge immer wieder Todesfälle. Im Nordosten des Landes verschüttete eine Lawine im Jahr 2012 145 Menschen, die seitdem als vermisst gelten (Archivfoto).

kle/uh (dpa, afpe, ape)