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Syrien

Viele syrische Soldaten bei IS-Angriff getötet

Bei Überraschungsangriffen der Terrormiliz sollen mindestens 58 Soldaten der Assad-Streitkräfte getötet worden sein. Der bereits für tot erklärte IS-Anführer Al-Baghdadi meldete sich einer in Audiobotschaft zurück.

Syrien Regierungstruppen in Homs-Provinz (picture-alliance/AP Photo/Syrian Central Military)

Kämpfe in der Provinz Homs

Die Angriffe von Kämpfern des sogenannten "Islamischen Staats" (IS) hätten sich in der zentralsyrischen Provinz Homs ereignet, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Auch wenn die Angaben der oppositionsnahen Beobachtungsstelle von unabhängiger Seite nur schwer kontrolliert werden können, gilt sie als in der Regel gut informiert. Sie stützt ihre Angaben auf ein Netz von Informanten in dem Bürgerkriegsland. Die meisten Opfer unter den Angehörigen der Regierungstruppen von Syriens Präsident Baschar al-Assad gab es demnach in der zur Provinz Homs gehörenden Stadt Sukna, östlich der antiken Wüstenstadt Palmyra. Die IS-Miliz gab in einer Erklärung bekannt, ihre Anhänger hätten bei den Angriffen "dutzende Kämpfer der Regierungstruppen" getötet.

Die Dschihadisten stehen extrem unter Druck, sie  haben den Großteil ihres Herrschaftsgebietes verloren. Ihre Hochburg Mossul im Irak ist gefallen. An diesem Freitag begann der Sturm auf eine der verbliebenen Bastionen im Norden des Irak, die Stadt Hawija, wie die irakische Armee mitteilte. Auch ihre letzte Hochburg in Syrien dürften die IS-Dschihadisten in Kürze verlieren: Unterstützt durch massive Luftangriffe der US-geführten Anti-IS-Koalition erobert das von Kurden dominierte Bündnis SDF immer mehr Teile der Stadt Al-Rakka im Norden des Landes. Sie galt als heimliche Hauptstadt der Terrormilizionäre.  

IS-Kalif Al-Bagdadi doch nicht tot?

Die Terrormiliz hatte am Donnerstag eine angebliche Audiobotschaft ihres Anführers Abu Bakr al-Bagdadi veröffentlicht. Darin ruft ein Mann, bei dem es sich um den IS-Anführer handeln soll, zu einer Fortsetzung des Kampfes trotz militärischer Rückschläge auf. Dies werde die Kämpfer nicht vom Dschihad abhalten, heißt es in der 46 Minuten langen Botschaft, die die Islamisten  im Internet veröffentlichten. Der Zeitpunkt der Aufnahme ist unklar, sie bezieht sich aber auch auf jüngste Ereignisse, wie etwa das umstrittene Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Nordirak.

Es ist die erste angebliche Audiobotschaft von IS-Anführer Al-Bagdadi seit November 2016. Damals hatte der Iraker seine Anhänger zur Verteidigung der Stadt Mossul im Irak aufgerufen.

Abu Bakr Al Bagdadi Videostill 05.07.2014 (picture alliance/dpa)

Al-Bagdadi bei seinem Auftritt in Mossul am 4. Juli 2014

Der IS hatte 2014 mit der IS-Miliz weite Teile des Iraks und Syriens erobert. Im Juli 2014 trat A-Bagdadi in Mossul das einzige Mal öffentlich auf und rief dabei das "Kalifat" des IS aus. Im Juli hatte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte Al-Bagdadi für tot erklärt. Die USA hatten dies jedoch angezweifelt.

qu/sti (afp, dpa, rtr)

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