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Aktuell Nahost

Viele Opfer durch neuen Bombenterror im Irak

Der Irak ist von einer neuen Serie Anschlägen erschüttert worden. Fast 70 Menschen wurden getötet. Die Behörden vermuten Al Kaida als Drahtzieher.

Die Bomben explodierten in Bagdad und in elf weiteren Städten. Allein in der Hauptstadt starben nach Angaben der Sicherheitskräfte 33 Menschen. Die insgesamt 14 Anschläge waren offenbar koordiniert, sie richteten sich hauptsächlich gegen schiitische Zivilisten. Ziel der Attentate waren aber auch Polizisten und Soldaten. Angegriffen wurden Regierungsbüros, Restaurants und auch eine Grundschule.

Weitere Explosionen erschütterten die Provinzen Salaheddin, Dijala, Babylon, Niniwe und Kirkuk. Nur die südlichen Provinzen des Landes blieben verschont. Es war die blutigste Anschlagsserie im Irak seit dem 14. Januar, als bei einem Selbstmordanschlag auf schiitische Pilger in Basra im Süden des Landes 53 Menschen getötet wurden.

Versagen der Sicherheitskräfte?

„Was heute passiert ist, war nicht einfach ein Fehler der Sicherheitskräfte, es war ein katastrophales Versagen“, sagte Ahmed al Tamimi, ein Mitarbeiter im Bildungsministerium. Sein Arbeitsplatz ist nur einen Häuserblock vom Schauplatz einer Bombenexplosion entfernt. Er beschrieb eine schaurige Szene von zerrissenem Fleisch und Blutlachen. „Wir wollen wissen, was tun die tausenden Polizisten und Soldaten in Bagdad, während Terroristen durch die Stadt ziehen und Gewalt verbreiten?“, fragte er.

Al Kaida in Verdacht

Bisher hat sich niemand zu den Anschlägen bekannt. Das irakische Innenministerium machte allerdings das Terrornetzwerk Al Kaida und ihr nahestehenden Gruppen für das Blutbad verantwortlich. Seit dem Abzug der US-Truppen aus dem Irak hat in dem Land die Gewalt deutlich zugenommen. Gleichzeitig wachsen die Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten.

rv/wl (dpa, dapd)