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Aktuell Nahost

Viele Opfer bei Anschlägen nahe schiitischer Pilgerstätte in Damaskus

Der Süden der syrischen Hauptstadt Damaskus ist von mehreren heftigen Explosionen erschüttert worden. Betroffen ist das Areal um die schiitische Sajjida-Seinab-Moschee. Mindestens 60 Menschen wurden getötet.

Wie staatliche Stellen berichten, starben die Opfer bei mindestens drei Anschlägen im größten Schiiten-Viertel der Stadt, Sajjida Seinab. Mehr als 110 Menschen wurden demnach verletzt. Zunächst sei eine Autobombe explodiert. Als dann Rettungskräfte Opfern zu Hilfe kamen, hätten sich zwei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Das staatliche Fernsehen zeigte Bilder von brennenden Gebäuden und zerfetzten Autos. Die sunnitische Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich im Internet zu den Anschlägen. Die Authentizität der in den sozialen Netzwerken verbreiteten Angaben kann nicht überprüft werden. In der nicht verifizierbaren Botschaft wurden weitere Anschläge gegen Schiiten angekündigt. In der Erklärung hieß es, zwei "Soldaten des Kalifats" hätten einen "Märtyrer-Einsatz in einem Nest der Ungläubigen" verübt.

Heiligtum der Schiiten

Die Sprengsätze explodierten in der Nähe des schiitischen Schreins von Sajjida Seinab am südlichen Stadtrand von Damaskus. Die Sajjida-Seinab-Moschee beherbergt das Grab einer Enkelin des Propheten Mohammed, die gleichzeitig eine Tochter des von Schiiten besonders verehrten Imams Ali ist. Der Ort ist eine der wichtigsten Pilgerstätten für schiitische Muslime aus aller Welt.

Anschläge in Sajeda Sainab (Foto: Getty Images/AFP)

Anschlagsort in Sajjida Seinab

Das Mausoleum war bereits im vergangenen Februar Ziel eines Anschlags, als zwei Selbstmordattentäter sich in die Luft sprengten und vier Menschen mit in den Tod rissen. Im gleichen Monat starben bei einem Anschlag auf einen Pilgerbus auf dem Weg nach Sajjida Seinab neun Menschen. Zu der Tat bekannte sich damals die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündete Al-Nusra-Front.

qu/jj (afp, rtr, dpa )