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Kultur

Viele Opfer befürchtet

Ein heftiges Erdbeben hat am Freitagmorgen den Südosten Irans erschüttert. Nach ersten Einschätzungen sind dabei mindestens 2000 Menschen ums Leben gekommen.

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Ein Opfer des Erdbebens im ostiranischen Bam wird von drei Nonnen notdürftig versorgt

Nach dem ersten heftigen Erdstoß am frühen Morgen habe es mehrere starke Nachbeben gegeben. Das meldete der staatliche iranische Rundfunk. In Frankreich maß die Straßburger Erdbebenwarte das Beben in Iran mit einer Stärke von 6,6 auf der Richterskala. Sie spricht von dem stärksten Beben in der Region seit 1998.

Historische Stadt zerstört

Nach einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA ist die historische Stadt Bam, etwa 1000 Kilometer südlich von Teheran, zu 60 Prozent zerstört worden. Das sagte der Gouverneur der Provinz Kerman, Mohammad-Ali Karimi. Es gebe eine hohe Zahl von Toten und Verletzten, genauere Information habe er nicht. Sämtliche Telefonverbindungen zu der Stadt seien unterbrochen worden, sagte der Gouverneur.

Rettungstrupps im Einsatz

Zur Versorgung der Verletzten riefen die Behörden inzwischen zu Blutspenden auf. Der Iranische Rote Halbmond, das islamische Pendant zum Roten Kreuz, teilte mit, dass Rettungskräfte aus zahlreichen Landesteilen nach Bam unterwegs seien. „Wir tun alles, was wir können, um die Verletzten zu retten und die Toten zu bergen“, sagte Karimi im staatlichen Fernsehen. Zu den eingestürzten Gebäuden gehört nach Aussage des Gouverneurs auch die 2 000 Jahre alte Zitadelle von Bam. Sie ist jedes Jahr ein Anziehungspunkt für tausende Touristen. (hh)

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