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Aktuell Welt

Viele Fragen nach Amoklauf

Über das Blutbad an einer Grundschule im US-Bundesstaat Connecticut werden immer mehr Einzelheiten bekannt. Über das Motiv des Täters wird aber weiter gerätselt.

Kerzen in Oakland, Kalifornien, erinnern an den Amoklauf in Newton, Oklahoma (Foto: Reuters)

Kerzen in Oakland, Kalifornien, erinnern an den Amoklauf in Newton, Oklahoma

Der Todesschütze Adam Lanza war am Freitag in die Sandy-Hook-Grundschule (Artikelbild) in der Kleinstadt Newtown eingedrungen und hatte 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen. Danach tötete sich der 20-Jährige selbst. Vor dem Amoklauf hatte er seine Mutter in der gemeinsamen Wohnung getötet.

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Newtown: Gedenken an die Opfer

Nach Angaben aus Polizeikreisen wurde bei dem Schützen kein Abschiedsbrief gefunden. Ein Polizeisprecher erklärte, Ermittler hätten "sehr gute Beweise" gefunden, die möglicherweise Aufschluss über das Motiv Lanzas geben könnten. Einzelheiten teilte er nicht mit. Bekannte beschrieben den 20-Jährigen in US-Medien als klug, aber eigenbrötlerisch. Er soll an einer autistischen Persönlichkeitsstörung gelitten haben.

Der Nachrichtensender CNN meldete unter Berufung auf Polizeikreise, Lanza habe am Donnerstag - einen Tag vor der Tat - eine Auseinandersetzung mit vier Erwachsenen gehabt von denen drei unter den Opfern seien. Offenbar sei es darum gegangen, dass Lanza nicht in die Schule gelassen wurde. Die Polizei korrigierte gleichzeitig frühere Angaben, wonach die getötete Mutter des Schützen Lehrerin an der Sandy-Hook-Grundschule gewesen sei. Es gebe keine Verbindung zwischen der Frau und der Schule.

Das furchtbare Geschehen vom Freitag wird unterdessen immer klarer. Wie die Polizei unter Berufung auf Augenzeugen mitteilte, verschaffte sich Lanza gewaltsam Zutritt zur Schule, stürmte dann in zwei Klassenzimmer, wo er das Feuer eröffnete. Die 20 erschossenen Kinder - acht Jungen und zwölf Mädchen im Alter von sechs und sieben Jahren, gingen alle in die erste Klasse. Zudem tötete der Schütze sechs Frauen, unter ihnen die Direktorin der Schule, die ums Leben kam, als sie sich auf Lanza stürzte, um ihn aufzuhalten.

Ein Gerichtsmediziner berichtete, die Opfer seien jeweils mehrmals getroffen worden. Es sei das Schlimmste, was er jemals in den mehr als 30 Jahren seiner beruflichen Tätigkeit gesehen habe, sagte der Mediziner.

Obama besucht Newtown

US-Präsident Barack Obama wird nach Angaben aus Weißen Haus an diesem Sonntag Newtown besuchen und mit Angehörigen der Opfer und Mitarbeitern der Einsatzkräfte sprechen.

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Eine Tat, die wir nicht begreifen können

Im US-Bundesstaat Oklahoma hat die Polizei nach einem Zeitungsbericht mit der Festnahme eines 18-Jährigen am Freitag möglicherweise ein weiteres Massaker verhindert. Der Jugendliche habe geplant, schwer bewaffnet seine Schule zu stürmen und dort Mitschüler zu erschießen, meldete die Zeitung "Tulsa World". In Birmingham im Bundesstaat Alabama erschoss die Polizei einen Mann, der in einem Krankenhaus das Feuer eröffnet und drei Menschen verletzt hatte.

wl/re (dpa, dapd, rtr, afp)

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