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Fußball

Viele Fouls und wenig Fußball

Im Nachholspiel des 13. Spieltags trennten sich der 1. FC Köln und Mainz 05 remis. Die Teams boten eine schwache, unnötig harte Partie. Das Spiel war wegen des Suizidversuchs von Schiedsrichter Rafati verlegt worden.

Fußball Bundesliga Nachholspiel 13. Spieltag: 1. FC Köln - 1. FSV Mainz 05 am Dienstag (13.12.2011) im Rhein-Energie-Stadion in Köln. Luftduell zwischen Mato Jajalo und Jan Kirchhoff (Foto: Jonas Güttler dpa/lnw)

Das Spiel lebte von engagiert geführten Zweikämpfen

Das Nachholspiel zwischen dem 1. FC Köln und dem FSV Mainz 05 war eines mit Sicherheit nicht: eine Partie für Fußball-Feinschmecker. Beide Teams taten sich schwer, Tormöglichkeiten herauszuspielen. Stattdessen rieben sie sich in Zweikämpfen auf und zeigten dabei oft eine übertriebene Härte. Schöne Spielzüge waren absolute Mangelware. Erst spät fielen die Tore beim streckenweise unansehnlichen und chancenarmen 1:1 (0:0).

Spätes Erwachen, späte Tore

In der schwachen 1. Halbzeit hatte Mainz die besseren Möglichkeiten, ohne dabei das von Michael Rensing gehütete Kölner Tor ernsthaft in Gefahr zu bringen. Für den größten Aufreger sorgte die Kölner Hintermannschaft selbst: Verteidiger Miso Brecko wollte den Ball per Kopf zu seinem Schlussmann zurückspielen, hatte aber übersehen, dass der aus seinem Tor herausgeeilt war. Der Ball trudelte wenige Meter neben dem Tor ins Aus und Köln entging knapp dem Rückstand durch Eigentor (22.).

Fußball Bundesliga Nachholspiel 13. Spieltag: 1. FC Köln - 1. FSV Mainz 05 am Dienstag (13.12.2011) im Rhein-Energie-Stadion in Köln. Kölns Lukas Podolski (m) setzt sich gegen Mainz Jan Kirchhoff (l) durch und führt den Ball. (Foto: Jonas Güttler dpa/lnw)

Die Kölner Lebensversicherung hat wieder getroffen - Podolski machte kurz vor Ende das 1:1

Nach der Pause wurde das Niveau lange Zeit nicht besser. Schließlich erarbeiteten sich die Gäste aus Mainz ein leichtes Übergewicht. In der 70. Minute nutzte Stürmer Sami Allagui eine Kopfballchance zum 1:0. Julian Baumgartlinger hatte genau geflankt, Allagui platziert ins lange Eck getroffen. Erst jetzt wachten die Kölner auf und stemmten sich gegen die vierte Heimniederlage der Saison. Lukas Podolskis Schuss lenkte der Mainzer Torhüter Christian Wetklo in der 75. Minute an die Querlatte. Zehn Minuten später zielte Podolski genauer: Aus 20 Metern setzte der Nationalstürmer den Ball an den rechten Innenpfosten, von dort sprang er zum 1:1-Endstand ins Tor.

Köln verpasst den Sprung nach oben

"Wir hatten über die gesamte Spielzeit die besseren Chancen", analysierte der Mainzer Torschütze Allagui und ärgerte sich über den späten Gegentreffer. "Wir haben oft davor gewarnt, Podolski schießen zu lassen. Wir wollten auf Sieg spielen. Schade um die zwei verlorenen Punkte." Kölns Torhüter Rensing freute sich dagegen über einen gewonnen Zähler: "Wenn man den Spielverlauf sieht, muss man sich über das Unentschieden freuen. Trotz einer schlechten zweiten Halbzeit haben wir zum Glück noch einen Punkt geholt." Köln verpasste durch das Unentschieden den Sprung auf Rang sieben der Tabelle. Der FC ist mit 21 Punkten Zehnter. Zwei Plätze und drei Zähler dahinter rangiert Mainz.

Die ursprünglich für den 19. November angesetzte Partie war wegen des Selbstmordversuchs von Schiedsrichter Babak Rafati abgesagt worden. Der 41-Jährige hatte sich wenige Stunden vor dem geplanten Anpfiff in einem Kölner Hotel die Pulsadern aufgeschnitten und war von seinen Assistenten aufgefunden und gerettet worden. Mittlerweile befindet sich Rafati, der später angab wegen des ständigen Drucks auf die Schiedsrichter unter Depressionen zu leiden, in stationärer Behandlung.

Autor: Andreas Sten-Ziemons
Redaktion: Frank Wörner

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