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Kultur

Viel Debattenstoff beim Bischofstreffen

Die Sterbehilfe und der anhaltende Mitgliederschwund – das sind die beherrschenden Themen auf der diesjährigen Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe in Fulda. Debattenstoff gibt es genug.

Die Vollversammlung der 66 Bischöfe ist das oberste Gremium der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Sie tagt bis Donnerstag, (25.09.) erstmals unter dem im März neugewählten Vorsitzenden, Kardinal Reinhard Marx. Im Streit um die Legalität von Sterbehilfe hatte der Münchener Erzbischof sich zuletzt klar gegen eine Neuregelung des ärztlich assistierten Suizids ausgesprochen.

Kardinal Reinhard Marx. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Kardinal Reinhard Marx leitet die herbstliche Bischofs-Vollverversammlung

Nach einem gescheiterten Anlauf will der Bundestag bis 2015 über eine Reform der bisherigen gesetzlichen Regelungen entscheiden. Bisher sind die Bischöfe strikt gegen eine Aufweichung des geltenden Sterbehilfe-Verbots. Eine Änderung der katholischen Position steht in Fulda kaum zu erwarten.

Kirchenaustritte erreicht Höchststand

Auch die im Juli veröffentlichte Kirchenstatistik 2013 wird die Bischöfe ausführlich beschäftigen. Danach haben im vergangenen Jahr fast 180 000 deutsche Katholiken ihrer Kirche den Rücken gekehrt – fast so viele wie auf dem Höhepunkt des Missbrauchsskandals im Jahr 2010. Ein dramatischer Anstieg auch gegenüber 2012, als "nur" 118.000 Menschen aus der Katholischen Kirche austraten.

Fulda: Feier zum 1250. Todestag des heiligen Bonifatius. Foto: Geraldo Hoffmann

Der Dom zu Fulda - Kathedralkirche des Bistums Fulda

Die Lage der bedrängten Christen im Irak steht sicherlich weit oben auf der Tagesordnung der Bischofs-Vollversammlung, ebenso wie der Umgang mit Flüchtlingen in Europa. Schließlich werden die Bischöfe nach Rom schauen, wo Anfang Oktober auf Einladung von Papst Franziskus eine Bischofssynode über die Lehren der katholischen Kirche zu Familie und Sexualmoral beraten wird. Dabei zeichnet sich ab, dass einige Regeln auf den Prüfstand gestellt werden sollen. Laienorganisationen wie die deutsche Kirchenvolksbewegung "Wir sind Kirche" hoffen auf Ergebnisse der jahrelangen Debatte über die Situation geschiedener Katholiken in zweiter Ehe, die Sakramente wie die Kommunion derzeit nicht empfangen dürfen und Nachteile im kirchlichen Arbeitsrecht haben.

sd/kk (dpa/kna/"Wir sind Kirche")

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