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Asien

Victoria im Kampf gegen die Fluten

Mehr als 50 Städte und Dörfer in dem australischen Bundesstaat Victoria meldeten bereits "Land unter". Das Hochwasser hat im Süden Australiens ein erstes Opfer gefordert: Ein achtjähriger Junge starb in den Fluten.

Zwei Frauen blicken auf den mächtig angeschwollenen Fluss Wimmera in der australischen Kleinstadt Horsham (Foto:dpa)

Bange Blicke auf den mächtig angeschwollenen Fluss Wimmera in Horsham

Nach den Fluten im Nordosten Australiens muss nun auch der Süden des Landes mit Hochwasser kämpfen. Ein erstes Opfer gibt es bereits: Bei den Überschwemmungen im südöstlich gelegenen australischen Bundesstaat Victoria verschwand ein achtjähriger Junge nach Behördenberichten in einem Wasserloch in der Nähe der Stadt Shepparton. Am Dienstag (18.01.2011) fanden Taucher dann die Leiche des Kindes. Die Familie sei am Boden zerstört, sagte Polizeisprecher Jason Kelly. Im Bundesstaat Queensland im Nordosten Australiens waren durch die Fluten insgesamt 31 Menschen ums Leben gekommen.

Im Norden von Victoria stehen bereits mehr als 50 Städte und Dörfer unter Wasser. Über 3.500 Menschen haben vorsichtshalber ihre Häuser und Wohnungen verlassen. In der Kleinstadt Horsham traf die Scheitelwelle des mitten durch die City fließenden Wimmera ein. Die Hauptstraße steht einen Meter unter Wasser, die Innenstadt wurde in einen See verwandelt. 500 Gebäude sind von den Wassermassen umschlossen, zahllose ohne Stromversorgung. Horsham hat gut 14.000 Einwohner.

Sonderkomitee für den Wiederaufbau

Blick auf ausgeräumten Wohnungsmüll auf einer Straße in der Nähe von Brisbane (Foto: dpa)

In anderen Regionen - wie hier nahe Brisbane - sind die Auräumarbeiten in vollem Gange

Die australische Ministerpräsidentin Julia Gillard gab die Bildung eines Sonderkomitees bekannt, dass in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft die Bemühungen um einen Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur unterstützen soll.

Für die massiven Regenfälle in Australien wird in erster Linie das Klimaphänomen "La Niña" verantwortlich gemacht, das in bestimmten Regionen der Erde für eine natürliche Erwärmung und extreme Niederschläge sorgt. "La Niña" hat nämlich zur Folge, das sich durch Wind und Meeresströmungen das Wasser im westlichen Pazifik erwärmt - so auch vor der Küste Australiens. Das warme Meereswasser vor den Küsten verdunstet aber stärker und sorgt so für intensive Regenfälle.

Autor Stephan Stickelmann (afp dapd)

Redaktion: Dirk Eckert

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