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Sport

Vettel wird ans Ende des Feldes versetzt

Wegen einer Tankpanne in der Qualifikation für das drittletzte Saisonrennen muss Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel vom letzten Startplatz ins Rennen gehen. Großer Profiteur ist Vettels WM-Rivale Alonso.

Ein paar Tropfen Sprit haben gefehlt und dieser Mangel an Treibstoff könnte für Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel fatale Folgen haben. Nach einer peinlichen Tankpanne im Qualifikationstraining zum Großen Preis von Abu Dhabi muss der WM-Führende am Sonntag (04.11.2012, 14 Uhr MEZ) vom letzten Platz starten. Vettel war im Qualifying eigentlich auf den dritten Rang gefahren und hatte seinen Konkurrenten im Titelrennen, den Ferrari-Piloten Fernando Alonso, der nur Siebter wurde, um einige Plätze distanziert. Doch dann stellte Vettel seinen Red-Bull-Boliden am Streckenrand ab und beging damit einen Regelverstoß.

Auf dem Weg zur Box hatte ihn sein aufgeregter Renningenieur aufgefordert, den Wagen umgehend zu stoppen. Vettel gehorchte, stieg aus seinem Fahrzeug aus und wartete auf die nächste Mitfahrgelegenheit. Direkt danach räumte er ein: "Ich weiß nicht, warum ich stoppen sollte. Es sollte nichts Großes sein."

In der offiziellen Untersuchung durch die Renn-Stewards kam dann aber heraus, dass die im Tank verbliebene Spritmenge so gering war, dass sie nicht mehr für eine Treibstoff-Probe ausreichte. Ein grober Verstoßes gegen Artikel 6.6.2. des Technischen Regelwerks. Vettels Ergebnis in der Qualifikation ist damit ungültig, ihm wird aber erlaubt, vom letzten Platz zu starten. Die Strafe ist nicht einmalig: Als Lewis Hamilton in Barcelona auf die Pole Position gefahren war und dann seinen Wagen wegen Spritmangels abgestellt hatte, musste er ebenfalls vom letzten Platz ins Rennen starten.

Vorteil Alonso

Damit werden die Karten im WM-Duell zwischen Vettel und Alonso neu gemischt. Der Spanier, der in der WM-Gesamtwertung 13 Zähler Rückstand auf den Deutschen hat, geht nun von Rang sechs ins Rennen, während Vettel als 24. losfährt. Ganz vorne startet McLaren-Pilot Lewis Hamilton vor Vettels Teamkollegen Mark Webber.

Die weiteren deutschen Fahrer verpassten die vorderen Plätze: Mercedes-Pilot Nico Rosberg fuhr diesmal in der dritten Qualifikationsrunde wenigstens zu Beginn schnell und startet nach Vettels Strafversetzung als Siebter. Nico Hülkenberg (Force India) geht als Zehnter ins Rennen, ein enttäuschter Rekord-Weltmeister Michael Schumacher als 13. und Marussia-Pilot Timo Glock als 21.