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Sport

Vettel triumphiert erneut - Heidfeld wird Dritter

Trotz technischer Probleme setzt Sebastian Vettel seinen Siegeszug in der Formel 1 fort. Von der Pole gestartet war der Weltmeister auch im zweiten Saisonrennen nicht zu schlagen. Für Furore sorgt auch Nick Heidfeld.

Sebastian Vettel feiert überglücklich auf dem Podium nach seinem Sieg beim Großen Preis von Malaysia. (Foto: AP Photo/Eugene Hoshiko)

Sebastian Vettel feiert seinen erneuten Sieg auf dem Podium

Titelverteidiger Sebastian Vettel durfte nach einer erneuten Meisterleistung und dem zweiten Sieg im zweiten Saisonrennen mit seinem Landsmann Nick Heidfeld auf dem Podium anstoßen. Cool und taktisch clever behauptete der Red-Bull-Pilot beim Großen Preis von Malaysia seine Pole Position und wies die abermals chancenlose Konkurrenz trotz teilweise fehlender Zusatz-PS in die Schranken. "Ein fantastischer Job. In der Hitze haben wir kühlen Kopf bewahrt, es ist eine Freude. Yeah", rief Vettel seiner Crew via Boxenfunk in der "Sauna" von Sepang zu.

Auf Rang drei hinter Vettel und Ex-Weltmeister Jenson Button raste überraschend Heidfeld: Für den Lotus-Renault-Mann war es der erste Podestplatz seit 2009 an selber Stelle. "Liebe Grüße nach Hause, das hab ich versprochen", sagte Heidfeld auf der Pressekonferenz. "Ich habe nicht damit gerechnet, nach dem 6. Startplatz hier zu sitzen."

Neuerliches Desaster für Mercedes

Die beiden Mercedes-Piloten Michael Schumacher und Nico Rosberg erlebten dagegen das nächste Fiasko: Rekordchampion Schumacher kam nur auf Platz neun, Rosberg wurde gar nur Zwölfter hinter Adrian Sutil im Force India. "Man muss ganz klar sagen, dass wir 'ne ganze Ecke zu langsam sind", so das ernüchternde Fazit Schumachers, der sich dann auch in schwäbische Weisheiten flüchtete: "Wie man im Schwabenland sagt: Schaffe, schaffe, Häusle baue." Timo Glock landete im Virgin auf dem 16. Rang.

Souveräner Vettel, sensationeller Heidfeld

Renault-Pilot Nick Heidfeld dreht seine Runden beim Großen Preis von Malaysia und wird Dritter. (Foto: AP Photo/Mark Baker)

Renault-Pilot Nick Heidfeld dreht seine Runden beim Großen Preis von Malaysia und wird Dritter

Die beiden Fahrer des Rennens, bei dem das befürchtete Regenchaos ausblieb, waren aber Vettel und Heidfeld. Eine Woche vor dem Großen Preis von China liegt Vettel mit der Optimalausbeute von 50 Zählern nun klar an der Spitze der WM-Wertung. Zweiter ist Button (26) vor dessen Teamkollegen Lewis Hamilton (7. Platz Malaysia/24). "Sebastian ist im Moment der Titelkandidat. Er hat 24 Punkte Vorsprung und ist der Mann, den es zu schlagen gilt. Wir sind von der Geschwindigkeit her die Nummer 2", gab Hamilton zu. Sollte Vettel in einer Woche in China der Auftakt-Hattrick gelingen, hätte er bereits einen Vorsprung von mindestens 31 Punkten. "Wir wollen den Schwung beibehalten und ins nächste Rennen mitnehmen", kündigte Vettel überglücklich an: "Zwei Siege in zwei Rennen - besser geht's nicht, aber der WM-Titel ist noch weit weg", meinte der jüngste Champion der Formel-1-Geschichte.

Vettel legte einen Klassestart hin, nur Heidfeld stahl ihm die Show. "Quick-Nick", der nur durch den Rallye-Unfall von Robert Kubica doch noch ein Renncockpit bekommen hatte, überholte gleich drei Ex-Weltmeister. Frech und forsch raste er dabei sogar in der ersten Kurve außen am Qualifikationszweiten Hamilton vorbei, und das von Startplatz sechs aus und lieferte sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Australier Mark Webber. Heidfeld kam 25,075 Sekunden nach Vettel ins Ziel. Auf dem Podium stießen beide dann gleichzeitig an.

Autor: Calle Kops (mit sid/dpa)

Redaktion: Olivia Fritz