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Sport

Vettel souveräner Sieger in Istanbul

Sebastian Vettel gewinnt den Großen Preis der Türkei in überlegener Manier. Bei seinem dritten Sieg im vierten Saisonrennen setzte sich der Formel-1-Weltmeister vor Mark Webber und Fernando Alonso durch.

Das Siegerpodest: Mark Webber, Sebastian Vettel und Fernando Alonso (l-r). (Foto: Frank Augstein/AP/dapd)

Feiern auf dem Podest: Webber, Vettel und Alonso (l-r)

Weltmeister Sebastian Vettel fährt im Formel-1-Zirkus weiter wie von einem anderen Stern. Selbst mit einem runderneuerten "Unfallwagen" kam der Red-Bull-Pilot beim Großen Preis der Türkei in Istanbul zu seinem dritten Saisonsieg im vierten Rennen. Damit machte Vettel den Trainingsunfall zwei Tage zuvor sowie den Taktikfehler von Shanghai vergessen und hat in der WM-Wertung mit 93 von 100 möglichen Punkten schon stolze 34 Zähler Vorsprung auf den diesmal viertplatzierten Shanghai-Sieger Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes. Vettel dominierte die Konkurrenz in der Türkei trotz des Totalschadens am Freitag nach Belieben und ließ nie den geringsten Zweifel an seinem Erfolg aufkommen. Platz zwei sicherte sich Vettels Teamkollege Mark Webber vor Vize-Weltmeister Fernando Alonso, der im Ferrari sein bestes Saisonergebnis einfuhr. In der WM-Wertung ist Webber mit 55 Punkten nun Dritter vor Ex-Weltmeister Jenson Button (46), der im McLaren nur Sechster wurde, und Alonso (41).

Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel führt vor seinem Teamkollegen Mark Webber. (Foto: AP Photo/Luca Bruno)

Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel führt in Istanbul vor seinem Teamkollegen Mark Webber

Rosberg guter zweitbester Deutscher

Der von Platz drei gestartete Nico Rosberg musste sich im Mercedes mit Rang fünf begnügen. Sein Teamkollege Michael Schumacher wurde nach einem frühen Unfall mit Witali Petrow und zwei weiteren glimpflichen Kollisionen nur Zwölfter und blieb ohne Punkte. Nick Heidfeld belegte im Renault Rang sieben, Adrian Sutil im Force India Platz 13. Derweil geht die Pechsträhne von Timo Glock weiter. Der Virgin-Pilot musste wegen eines Getriebeschadens kurzfristig auf den Start verzichten, nachdem er bereits am Samstag konstatiert hatte, dass im Team "hohe Alarmstufe" herrsche.

Siegergrüße am Muttertag

Sebastian Vettel führt im Red Bull vor dem Verfolgerfeld. (Foto: AP Photo/Luca Bruno)

Vettel führt das Feld an

Der gutgelaunte Sieger von Istanbul meinte nach seinem neuerlichen Erfolg fasst überschwänglich: "Ich freue mich, dass ich die Gelegenheit habe, meine Mutter zu grüßen, meine Großmutter und alle Mütter dieser Welt", sagte Vettel nach seinem Sieg am Muttertag in Deutschland: "Wer will, kann gerne auf uns anstoßen." Mit dem Rennen war der Titelverteidiger natürlich hochzufrieden: "Ich bin überglücklich. Heute hat von vorne bis hinten alles gepasst. Es hätte nicht viel besser laufen können. Ich freue mich, das war die richtige Antwort nach dem verpatzten Freitag." Der gute Start habe ihm "das Leben deutlich leichter gemacht. So konnten wir sehen, welche Strategie die anderen wählen und darauf reagieren", sagte Vettel. Gleichzeitig entschuldigte und bedankte sich Vettel noch einmal bei den Mechanikern, die das zerstörte Auto in einer Nachtschicht wieder hergerichtet hatten. Zum Titel sei es aber noch "ein langer Weg".

Autor: Calle Kops (mit sid/dpa)

Redaktion: Andreas Ziemons