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Sport

Vettel-Sieg beim Großen Preis von Japan

Die Qualifikation in Suzuka musste wegen Dauerregens auf den Renntag verschoben werden, doch Vettel ließ sich davon nicht irritieren: Erst holte er die Pole Position und dann entschied er auch noch das Rennen für sich.

Das Podium: Der Sieger Vettel in der Mitte, links der Zweite Webber, rechts der Dritte Alonso. (Foto: AP)

Das Podium: Webber, Sieger Vettel und Alonso (l.-r.)

Sebastian Vettel hat sich im Titelrennen eindrucksvoll zurückgemeldet. Der Red-Bull-Pilot triumphierte nach zuletzt etlichen Pleiten und Pannen beim Großen Preis von Japan und konnte dadurch den Rückstand auf seinen Teamkollegen Mark Webber verkürzen. Der Australier Webber verteidigte durch einen zweiten Platz in Suzuka die Führung in der Formel-1-Weltmeisterschaft vor Ferrari-Rivale Fernando Alonso, der am Sonntag (10.10.2010) den dritten Platz belegte. Es folgte das McLaren-Duo Lewis Hamilton und Jenson Button, womit die Top-Fünf der WM-Wertung vorne lagen.

Perfektes Rennen von der Pole

Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel freut sich über den Sieg beim Großen Preis von Japan in Suzuka. (Foto: AP)

Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel freut sich über den Sieg beim Großen Preis von Japan in Suzuka

Bei Traumwetter fuhr Sebastian Vettel ein Traumrennen. Wie bei seinem Vorjahreserfolg nutzte der Vizechampion seine Pole Position auf dem Suzuka Circuit souverän und feierte seinen dritten Saisonsieg. Der Erfolg war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. In seinem Red Bull bestimmte Vettel das Geschehen von Beginn an und musste nie um seinen insgesamt siebten Grand-Prix-Sieg bangen. Nach 53 Runden auf dem spektakulären Kurs lag er 0,905 Sekunden vor Webber. "Pole Position und Sieg an einem Tag, das ist eine spezielle Erfahrung", sagte Vettel, der sich schon nach der Zieldurchfahrt über Boxenfunk bei seinem Team bedankt hatte: "Das habe ich Euch doch gesagt. Fantastisch. Ich weiß, ihr hattet nicht viel Schlaf gestern Nacht. Ich bin stolz, ein Teil dieses Teams zu sein." Und da er sich in Japan so wohl fühlt, lobte Vettel: "Diese Strecke ist wie gemalt für uns." Es sei die erste Strecke, auf der er zum zweiten Mal gewonnen habe, da müsse man sich in sie eigentlich verlieben, witzelte der Sieger.

Die andere Deutschen fahren hinterher

Michael Schumacher im Mercedes immerhin Sechster. (Foto: AP)

Michael Schumacher im Mercedes immerhin Sechster

Mercedes-Pilot Nico Rosberg hatte bei einem spektakulären Unfall sechs Runden vor Schluss großes Glück. Weil sich der linke Hinterreifen seines Boliden gelöst hatte, drehte er sich und knallte in die Leitplanken. Er blieb aber unverletzt und wurde noch als 17. gewertet. Die anderen Deutschen fuhren weit am Podest vorbei. Rekord-Weltmeister Michael Schumacher profitierte vom Pech seines Teamkollegen Rosberg und belegte mit knapp einer Runde Rückstand den sechsten Platz. Nick Heidfeld setzte bei seinem zweiten Einsatz seit seinem Comeback im Sauber als Achter ein Achtungszeichen. Timo Glock wurde im Virgin 14. Force-India-Pilot Adrian Sutil und Nico Hülkenberg im Williams schieden ebenfalls aus. Für den Brasilianer Felipe Massa und den Italiener Antonio Liuzzi war der Grand Prix nach einem Crash ebenfalls noch vor der ersten Kurve vorbei.

Neu erwachte Titelhoffnungen

Nach seinem Befreiungsschlag darf sich Sebastian Vettel nun wieder berechtigte Hoffnungen auf den Weltmeistertitel machen. Nach 16 von 19 Läufen liegt er mit 206 Punkten auf Platz drei. Webber führt mit 220 Zählern weiterhin. Alonso ist punktgleich mit Vettel, aber dank eines Saisonsieges mehr, Gesamt-Zweiter. Der Brite Hamilton fiel nach seinem fünften Platz in Japan mit jetzt 192 Punkten auf WM-Rang vier zurück. Sein McLaren-Teamkollege Button wahrte durch den vierten Platz in Suzuka als Gesamt-Fünfter mit 189 Zählern seine geringen Chancen auf die Titelverteidigung.

Der nächste WM-Lauf, der Große Preis von Südkorea, findet am 24. Oktober 2010 in Yeongam statt.

Autor: Calle Kops (mit sid/dpa)

Redaktion: Tobias Oelmaier