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Formel 1

Vettel in Sotchi Trainingsschnellster

Der Deutsche Formel-1-Pilot rast im Russland-Training auf Rang eins. Sein WM-Widersacher Lewis Hamilton hat zu kämpfen - er wird nur Vierter. Schafft Vettel nun etwa die erste Pole seit September 2015?

Mit einer ultraschnellen Runde auf den ultrasoften Reifen hat Sebastian Vettel sich auf den Kampf gegen die leicht schwächelnden Russland-Regenten von Mercedes eingestimmt. Der viermalige Formel-1-Weltmeister fuhr am Freitag beim Freien Training die schnellste Runde des Tages. Als Zweiter bestätigte Teamkollege Kimi Räikkönen zum Auftakt des Großen Preises von Russland die starke Form von Ferrari.

Mit überraschend deutlichem Rückstand folgten die beiden Rivalen von Mercedes: Valtteri Bottas war 0,670 Sekunden langsamer als WM-Spitzenreiter Vettel. Der WM-Zweite Lewis Hamilton hatte immer wieder zu kämpfen auf dem Kurs und benötigte 0,709 Sekunden mehr. "Diese Lücke ist künstlich", meinte Vettel und wollte sich vom Vorsprung nicht täuschen lassen. Mercedes werde stark sein, wenn es in der Qualifikation und im Rennen darauf ankomme.

Ultrasoften Reifen am schnellsten

Formel 1 in Russland, Sotschi | Lewis Hamilton, Mercedes (Reuters/M. Shemetov)

Hamilton: wie schnell ist er in der Quali?

Hamilton räumte ein, dass es ein etwas schwieriger Tag gewesen sei. "Wir haben alles hinbekommen, was wir auf unseren Fahrten machen wollten, aber was die Balance des Ferrari betrifft, sah er auf der langen Distanz sehr, sehr schnell aus." Man müsse nun zusehen, wie man den eigenen Wagen noch verbessern könne.

Im zweiten Training, das Nico Hülkenberg im Renault als Achter und Pascal Wehrlein im Sauber auf dem 18. Platz beendete, ließ sich Räikkönen als erster die ultrasoften Reifen aufziehen. Die Gummis mit der lilafarbenen Markierung sind die schnellsten, die Pirelli zu bieten hat, und erstmals in Russland im Einsatz. Räikkönen unterbot die bis dahin beste Rundenzeit durch Hamilton auf den supersoften Reifen um eine Sekunde. Dann kam Vettel, den ersten Versuch brach er ab, der Motor stotterte etwas. Beim zweiten schob sich der 29 Jährige vor den Finnen.

Einstopp-Strategie?

Was das für die Qualifikation zu bedeuten hat an diesem Samsta ist noch nicht ganz klar. Bisher erwies sich Mercedes im Kampf um die eine schnelle Runde noch immer als die Nummer eins, sicherte sich durch Hamilton in Australien und China sowie Bottas in Bahrain die besten Startpositionen in diesem Jahr. Seit der Rückkehr der Turbos zur Saison 2014 stand 59 von 62 Mal ein Mercedes auf der Pole.

Vettel wartet hingegen seit dem 19. September 2015 in Singapur auf Platz eins in der Qualifikation. Die Pole in Russland wäre umso wichtiger, als dass die taktischen Varianten durch eine Einstopp-Strategie deutlich geringer sind beim Rennen an diesem Sonntag. Vor dem vierten Saisonlauf hat Vettel sieben Punkte Vorsprung auf Hamilton, 30 auf Bottas und 34 auf Räikkönen.

sw (dpa, sid)

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