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Sport

Vettel auch in der Wüste auf Kurs

Weltmeister Sebastian Vettel gewinnt den Großen Preis von Bahrain vor dem Finnen Kimi Räikkönen. Vettel baut nach dem vierten Saisonrennen seine Führung in der Formel 1-Gesamtwertung aus.

Sebastian Vettel wird mit der Zielfahne abgewunken (Bild: rtr)

Formel Eins Großer Preis von Bahrain 2013 Vettel

Im vergangenen Jahr hatte Sebastian Vettel beim Großen Preis von Bahrain seinen ersten Saisonsieg gelandet und damit den Grundstein für eine imposante Aufholjagd gestartet, die bekanntermaßen in seinem dritten WM-Titel mündete. Dieses Jahr scheint wieder alles anders: Sebastian Vettel und sein Red Bull-Rennstall wollen offenbar früh für klare Verhältnisse sorgen. In Manama war der 25-Jährige bereits in der dritten Runde nach zwei Überholmanövern gegen Nico Rosberg und Fernando Alsonso in Führung gegangen und strebte fortan dem Ziel ungefährdet entgegen. Am Ende waren es über neun Sekunden, die der dreimalige Weltmeister auf Kimi Räikkönen aus Finnland im Lotus herausgefahren hatte, und dabei hatte er sogar noch Reserven.

"Es hat Riesen-Spaß gemacht, weil das Auto gemacht hat, was ich wollte", freute sich Sebastian Vettel im Zielraum von Manama. Auf Rang drei raste Räikkönens Stallgefährte Romain Grosjean über die Linie und sorgte damit für das exakt selbe Podium beim Großen Preis von Bahrain wie im letzten Jahr. Dass aus Rücksicht auf den islamischen Glauben der Gastgeber auf das Spritzen von Sekt bei der Ehrung verzichtet wurde und statt dessen Rosenwasser herhalten musste, tat Vettels Freude keinen Abbruch. "Das ist eine der schönsten Trophäen, die man gewinnen kann", tröstete sich der Sieger mit dem riesigen silbernen Pokal.

Sebastian Vettel steht bei der Siegerehrung zwischen Kimi Raikkonen (l.) und Romain Grosjean (Bild: rtr)

Gleiches Podium wie 2012: Sebastian Vettel, eingerahmt von Kimi Raikkonen und Romain Grosjean

Debakel für Rosberg

Für Nico Rosberg im Mercedes erfüllten sich die Hoffnungen nicht, die viele nach dem ersten Platz im Qualifying in ihn gesetzt hatten. Von der Pole Position ins Rennen gegangen, fand sich der Deutsche am Ende nur auf Rang neun wieder. "Die Freude ist leider dahin. Heute Morgen hab ich mich noch gefreut: Erster Platz, Pole, das wird was. Das ist sowas von ernüchternd. Grausam", klagte der 27-Jährige. "Ich bin nur rumgerutscht, von Runde eins an." Dazu musste Rosberg insgesamt viermal an die Box, einmal mehr als die Konkurrenz. Die beiden anderen deuschen Starter, Sauber-Fahrer Nico Hülkenberg und Adrian Sutil im Force India kamen auf die Plätze zwölf und 13.

In der Gesamtwertung baute Sebastian Vettel seinen Vorsprung aus. Der Titelverteidiger kommt nach nach dem 28. Grand-Prix-Erfolg seiner Karriere auf 77 Punkte, Räikkönen folgt mit 67 Zählern. Auf Rang drei: Lewis Hamilton im Mercedes mit 50 Punkten, Fernando Alonso, der Sieger des vorherigen Rennens in China, ist Vierter mit 47.

Der Red Bull von Sebastian Vettel vor Fernando Alonso im Ferrari (Bild: rtr)

Vettel - und dann lange nichts. Die Saison könnte diesmal wieder zu einem Alleingang werden

Am 12. Mai wartet nun mit dem Rennen in Barcelona der erste Auftritt in diesem Jahr auf europäischem Boden. Fußball-Fan Vettel hofft, mit Blick auf die Champions League-Duelle zwischen Dortmund und Madrid und Bayern und Barcelona, "dass wir nicht so höflich empfangen werden in Spanien."

In Bahrain war es am Rande des Grand Prix zu Protesten durch Oppositionelle gekommen, die mehr Demokratie und Menschenrechte in ihrem Land fordern. Molotow-Cocktails flogen, Autoreifen wurden in Brand gesetzt. Die Polizei setzte Tränengas und Blendgranaten ein. Während des Rennens wurden die Sicherheitsmaßnahmen an der Strecke noch einmal verschärft. 2011 war das Rennen in Bahrain abgesagt worden, weil kurz vorher die aufkommenden Unruhen von Truppen aus dem benachbarten Saudi Arabien blutig niedergeschlagen worden waren.

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