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Kultur

Verzweifelte Suche nach Überlebenden vor den Philippinen

Über 800 Menschen waren auf der gekenterten Fähre, für die es kaum noch Hoffnung auf Rettung gibt. Auch an Land wütete Taifun "Fengshen", wo mehr als 160 Menschen getötet wurden.

Das Unglücksschiff vor der Küste der Insel Sibuyan (Foto: AP)

Das Unglücksschiff vor der Küste der Insel Sibuyan

Auf den Philippinen haben sich Rettungskräfte am Montag (23.6.2008) verzweifelt bemüht, doch noch Überlebende des Fährunglücks zu finden. Es wurde sogar erwogen, ein Loch in die gekenterte "MV Princess of Stars" zu bohren. Allerdings schwanden mit jeder Stunde die Hoffnungen, doch noch einige der mehr als 800 Passagiere und Besatzungsmitglieder lebend zu finden. Bisher konnten nur etwa 50 Menschen lebend geborgen werden.

Anwohner beobachten das Kiel oben treibende Fährschiff vor der Küste (Foto: AP)

Anwohner beobachten das Kiel oben treibende Fährschiff vor der Küste

Taucher klopften an die Außenwand der Fähre, hörten aber aus dem Inneren keine Reaktion. Starker Seegang behinderte die Rettungsarbeiten. Die Behörden hatten zunächst erklärt, an Bord des Schiffs hätten sich 747 Passagiere und Besatzungsmitglieder befunden. Am Montag hieß es dann allerdings, wahrscheinlich seien noch rund 100 Menschen mehr an Bord gewesen. Die "MV Princess of Stars" war am Samstag in den Taifun "Fengshen" geraten und zunächst in der Nähe der Insel Sibuyan auf Grund gelaufen. Später kenterte das Schiff und treibt nun Kiel oben auf dem Meer.

24 Stunden mit Rettungswesten auf offener See

Ein Überlebender berichtete, schätzungsweise 100 Menschen hätten dem Unglück entkommen können. Die übrigen seien vermutlich in der gesunkenen Fähre eingeschlossen. Die Überlebenden wurden aus dem Meer geborgen, nachdem sie mehr als 24 Stunden in Rettungswesten auf den Wellen getrieben waren. Einige Angehörige der Vermissten warteten verzweifelt auf Nachrichten, während andere die Frage stellten, warum das Schiff trotz einer Taifunwarnung überhaupt auslaufen konnte.

Hunderte auf den Philippinen nach Taifun noch vermisst

Taifun Fengshen hat auch die philippinische Hauptstadt Manila unter Wasser gesetzt, Bewohner fliehen durch die überschwemmten Straßen (Foto: AP)

Taifun "Fengshen" hat auch die philippinische Hauptstadt Manila unter Wasser gesetzt

Die bestätigte Zahl der Toten infolge des Taifuns "Fengshen" an Land stieg am Montag auf 163, wie die Polizei mitteilte. Allein in der Provinz Iloilo kamen rund 60 Menschen ums Leben. Der Taifun war am Samstagmorgen über die Philippinen hinweggezogen, hatte Dächer abgedeckt und Strommasten umgerissen. Der Sturm löste Erdrutsche und Überschwemmungen aus. Hunderte Menschen wurden noch vermisst.

Nach dem Fährunglück ist ein Schiff der US-Marine vom japanischen Stützpunkt Okinawa aus zur Teilnahme an den Bergungsarbeiten in die Unglücksregion aufgebrochen. Ein Sprecher der philippinischen Präsidentschaft sagte, das US-Kriegsschiff werde am Dienstag vor der Küste der Insel Sibuyan erwartet. (kap)

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