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Aktuell Amerika

Verzweifelte Suche im Schlamm

Nach einem verheerenden Erdrutsch in einer Ortschaft im US-Bundesstaat Washington haben die Einsatzteams weitere Leichen geborgen. Viele Menschen werden noch vermisst. Die Suche nach ihnen ist ein Kampf gegen die Zeit.

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Weitere Tote nach Erdrutsch

Die Zahl der Todesopfer in der Gemeinde Oso sei inzwischen auf mindestens 14 gestiegen, teilte die Bezirksleitung von Snohomish County via Twitter mit. Das Schicksal von mehr als 100 Personen ist weiterhin ungeklärt.

"Die Situation ist sehr düster", sagte Feuerwehrchef Travis Hots. Es gebe trotzdem noch Hoffnung, einige Opfer lebend zu retten. Man arbeite mit vielen Hilfskräften "sehr hart" daran, Schlammmassen aus dem Weg zu räumen. Im Einsatz sind Spürhunde, elektronische Geräte und Hubschrauber. Es würden keine Kosten und Mühen gescheut, um mögliche Überlebende zu bergen, hatte auch Gouverneur Jay Inslee versichert.

"Wie ein Güterzug"

Schwere Regenfälle hatten den gewaltigen Erdrutsch am Samstagvormittag (Ortszeit) ausgelöst und 35 Häuser zerstört, wie der Chef der Katastrophenschutzbehörde, John Pennington, berichtete. Davon seien zehn allerdings nur als Ferienhäuser genutzt worden. Auf 14 weiteren zerstörten Grundstücken standen demnach eine Hütte und mehrere Wohnwagen. "Es hörte sich wie ein Güterzug an", so ein Anwohner.

Die teilweise mehr als vier Meter hohe Schicht aus Erde, Steinen und Trümmern ist an einigen Stellen sehr instabil, was die Suche nach Vermissten deutlich erschwert. "Einige Retter stecken buchstäblich bis zu den Achseln im Schlamm", sagte Gouverneur Inslee. Sie hätten selbst per Hubschrauber gerettet werden müssen. Die Verwüstung bedeckt eine Fläche, die einer Größe von mehr als 360 Fußballfeldern entspricht. Die Einwohner der Umgebung wurden vor weiteren Erdrutschen gewarnt.

wa/qu (dpa, afp)

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