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Verwoben und vernetzt

Fische zappeln darin, aber auch Bälle. Es hält fest, ist aber auch durchlässig. Besonders Jugendliche verlieren sich manchmal gerne in ihm. Und wer mit dem Handy telefonieren will, ärgert sich, wenn es weg ist: das Netz.

Audio anhören 06:30

Verwoben und vernetzt – die Folge als MP3

„Tja, wenn alle Stricke reißen…!“ – dann hilft auch das beste Netz nichts, könnte man die Redewendung ergänzen. Denn so muss ein Netz schließlich sein: stabil und reißfest, um etwas oder jemanden aufzunehmen – ob im Sport, beim Fischen oder auch als Moskitoschutz beim Campen. Zunächst einmal ist ein Netz ein Gebilde aus vielen Seilen oder Stricken, die manchmal eng-, manchmal großmaschig fest miteinander verwoben und eben vernetzt sind.

Fischen wie eh und je

Ein Fischer wirft von einem Boot auf einem See sein Netz aus

Gewohnte Tätigkeit eiens Fischers: das Netz auswerfen – und auf einen guten Fang hoffen

Das Fischernetz zum Beispiel funktioniert dabei wie eine Art Sieb. Große Fische bleiben im Netz, kleine Fische und Steine kommen durch. Doch Fischernetz ist nicht gleich Fischernetz. Es gibt viele verschiedene Arten. Beispielsweise das Wurfnetz: Der Fischer wirft es ins Wasser und es sinkt bis zum Boden. Mit Schnüren wird es zusammengezogen und alle Fische, die es auf dem Weg zum Boden mitgenommen hat, sind gefangen.

Manche solcher Fangnetze sind aber illegal, wie das Treibnetz. Es treibt senkrecht im Wasser und kann bis zu hundert Kilometer lang sein. Doch weil auch viele Seevögel und Kleinwale sich darin verfangen und ertrinken können, wurde es verboten. Fischen ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. Schon vor mehr als zehntausend Jahren sollen Menschen Netze zum Fischfang verwendet haben.

Mit und ohne Netz unterwegs

Artisten auf dem Hochseil: Ein Akrobat fährt Fahrrad auf dem Hochseil, eine Akrobatin hängt an dem Rad nach unten

Ohne Netz und doppelten Boden unterwegs!

Anders sieht das aus mit den Einkaufsnetzen. Sie sieht man heute eher selten, weil alle mit Plastiktüten einkaufen gehen. Dabei ist so ein Einkaufsnetz viel stabiler und belastbarer, und vor allem langlebiger als eine Plastiktüte. Und man kann es ohne Probleme an Kinderwagen oder Rollstühle hängen, ohne Angst haben zu müssen, dass es reißt.

Diese Eigenschaft des Netzes ist auch für Artisten wichtig, die beispielsweise hoch in der Zirkuskuppel herumturnen oder mehrere Meter über dem Boden auf einem Hochseil balancieren und sich auf das unter ihnen gespannte Netz verlassen. Es sei denn, sie arbeiten ohne Netz und doppelten Boden, also ohne die Sicherheit eines Netzes.

Der Ball ist im Netz

Ein Fußball landet im Tor

Sehr praktisch: das Fußballnetz

Wie praktisch ein Netz besonders im Fußball wirklich ist, weiß jeder, der als Kind kicken wollte und sich mangels eines richtigen Tores eines selbst bauen musste. Legt man nur zwei Steine als Pfosten auf den Boden und schießt den Ball ins Tor, muss man ihm immer wieder nachlaufen. Nervig ist auch, wenn man eine Wand als Tor benutzt, denn dann prallt der Ball ab.

In beiden Fällen lässt sich oft nur schwer entscheiden, ob er nun wirklich im Tor war. Mit einem Tornetz ist das schon einfacher. Da kann man leicht erkennen, ob der Ball nun – wie ein Fisch – im Netz zappelt oder nicht. Nun ja, in den meisten Fällen jedenfalls sollte es so sein! Denn mancher Schiedsrichter gab ein Tor, obwohl der Ball nur im Außennetz zappelte.

Die Besonderheit: der Basketballkorb und sein Netz

Ein Basketball fällt durch das Netz am Korb

Eine Besonderheit: das Basketballnetz

Nicht nur im Fußballsport soll der Ball im Netz landen – das gilt auch etwa beim Handball, Hockey und Eishockey. Manchmal gibt es hier am Spielfeldrand Schutz- und Fangnetze, die die Zuschauer vor schnellen Bällen, aber auch die Spieler vor handgreiflichen Fans schützen sollen.

Eine Besonderheit ist das Netz im Basketball: Auch hier wird gejubelt, wenn es sich zappelnd bewegt. Allerdings erfüllt das Netz dieses Mal nicht seine gewohnte Funktion. Denn das Basketballkorbnetz ist nach unten hin offen, sodass der Ball durchfallen und ein Korb gegeben werden kann.

An diesen Netzen kommt man schwer vorbei

Eine Spinne im Netz

Da wartet jemand im Netz auf fette Beute!

Es gibt aber auch genügend weitere Sportarten, bei denen der Ball eben gerade nicht ins Netz gehen darf. Bei einem Sport wie Tennis, Badminton oder Volleyball muss der Ball über das Netz geschlagen werden. Früher gab es noch Netzrichter, die aufgepasst haben, ob er das Netz berührt hatte oder nicht. Heute wird das elektronisch geregelt, sodass ein Netzrichter nicht mehr nötig ist.

Nicht grob, sondern feinmaschig sind besondere Netze, nämlich die, die kleine Tiere aufhalten sollen: die Fliegen- oder Mückennetze. Lästige Moskitos, die einem ums Ohr summen und einen böse stechen, kann man sich vom Leibe halten, indem man einfach unter einem solchen feinmaschigen Netz schläft oder es als Schutz am Fenster anbringt und sich am nächsten Tag diebisch darüber freut, wenn einem die eine oder andere Mücke ins Netz gegangen ist. Darüber, dass ihr jemand ins Netz gegangen ist, freut sich auch jemand anders: die Spinne. Ihre zu einem feinen Netz gewobenen Fäden bilden ein geniales Gebilde, das ein Mensch nur schwer erschaffen kann. Und eine dicke, fette Fliege ist doch ein Festschmaus!

Weltweit vernetzt durch unsichtbare Netze

Es gibt allerdings Netze, die nicht aus Stricken, Schnüren oder Fäden bestehen. Für viele Systeme, die netzartig miteinander verbunden sind, wird der Begriff bildlich benutzt, wie beim Autobahnnetz, Verkehrsnetz, Energienetz oder dem Funknetz und dem Handynetz. Nicht zu vergessen ist natürlich das Netz der Netze: das Internet. Meist wird es nur das Netz genannt, scherzhaft manchmal auch das Internetz. Es vernetzt Nutzer in der ganzen Welt miteinander. Und weil im Netz kaum noch etwas verborgen bleibt, wird sehr schnell klar, wenn sich jemand in einem Netz von Lügen verstrickt!






Arbeitsauftrag
Fallen euch noch weitere Sportarten ein, bei denen man ein Netz braucht? Wofür ist das Netz bei ihnen da? Gibt es besondere Regelungen, wie die Netze beschaffen sein müssen? Recherchiert im Internet und stellt in eurer Lerngruppe euer Ergebnis vor.

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