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Aktuell Nahost

Verwirrung um vermeintlichen Anschlag auf Assad

In Syrien zeigte sich Präsident Baschar al-Assad beim Beten in einer Moschee. Zuvor hatte die Opposition gemeldet, Rebellen hätten seinen Autokonvoi angegriffen. Die Regierung aber dementiert. Gab es einen Angriff?

Auf dem Weg in die Anas-bin-Malik-Moschee im wohlhabenden und gut gesicherten Damaszener Stadtteil Malki sei es den Rebellen gelungen, Assads Autokonvoi mit Raketen zu beschießen. Das berichtete unter anderem der saudiarabische Fernsehsender Al-Arabija unter Berufung auf syrische Rebellen.

Es war das erste Mal seit dem Beginn des Syrienkriegs Mitte März 2011, dass von einem direkten Attentat auf Assad die Rede war. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London teilte mit, am Morgen seien Granaten in der Nähe der von Assad besuchten Moschee eingeschlagen. Zu Schäden oder Opfern machte die Organisation keine Angaben.

Hinter den Anschlagsberichten steckten "die Träume und Fantasien einiger Medien und der hinter ihnen stehenden Regierungen", sagte hingegen Informationsminister Omran al-Sohbi im Staatsfernsehen. Seine Version: Assad sei mit seinem eigenen Auto zur Moschee gefahren und habe dort an einem Gebet teilgenommen. Die entsprechenden Bilder des unverletzt betenden Präsidenten zeigte das Staatsfernsehen.

Oppositionsführer reist nach Syrien

Video ansehen 01:45

Demonstrative Bilder von Assad (08.08.2013)

Auch der Oppositionsführer Ahmad Al-Dscharba nutzte den ersten Tag der Feierlichkeiten nach dem Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan, um sich der Öffentlichkeit zu zeigen. Der Vorsitzende der Nationalen Syrischen Koalition tauchte unangekündigt zum Gebet in einer Moschee in der umkämpften Stadt Daraa auf. Laut Regimegegnern reiste er von Jordanien aus ein.

Dscharba war Anfang Juli nach langem internen Streit der syrischen Opposition zum Chef der Koalition gewählt worden. Ihr Hauptquartier befindet sich im türkischen Istanbul.

nem/kle (dpa, afp)

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