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Ostmitteleuropa

Vertrag über die katholische Erziehung in der Slowakei gebilligt

Bratislava, 16.1.2004, RADIO SLOWAKEI, deutsch

Die slowakische Regierung hat den Wortlaut des Vertrags mit dem Heiligen Stuhl über die katholische Erziehung gebilligt. Gleichzeitig verabschiedeten die Regierungsmitglieder einen ähnlichen Vertrag mit anderen in der Slowakei registrierten Kirchen. Beide Verträge müssen noch im Parlament besprochen und verabschiedet werden.

Mit dem Text des Vertrags mit dem Vatikan über die katholische Erziehung beschäftigte sich das Regierungskabinett bereits im Sommer des Vorjahres. Seitdem wurden mehrere Änderungen durchgeführt, mit denen der Heilige Stuhl einverstanden ist. Der Vertrag wird für Überstandard gehalten, denn es ist in der Welt nicht üblich, dass sich die Kirchen in die Bildung und Erziehung der jungen Generation, was der Wirkungsbereich eines Staates ist, einmischen.

In den slowakischen Schulen soll ein obligatorisches Unterrichtsfach – die Religionslehre – eingeführt werden. Man hat jedoch die Möglichkeit, zwischen Religionslehre und Ethikunterricht zu wählen. Der Staat verpflichtet sich, die Kirchenschulen finanziell zu fördern und dabei das Recht der kirchlichen Autoritäten auf die selbständige Leitung der Schulen zu akzeptieren. Die Kirchen müssen laut Vertrag die vom Staat bestimmten Lehrprogramme einhalten. Sie können allerdings alle Unterrichtsmethoden, die im Widerspruch mit der Religion sind, ablehnen. (fp)

  • Datum 19.01.2004
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