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Aktuell Europa

Versuchter Anschlag auf Moschee in Frankreich?

Das Schlimmste konnte offenbar verhindert werden, als ein Autofahrer auf einen Wachsoldaten vor einer Moschee im südostfranzösischen Valence zuraste. In letzter Sekunde half nur die Schusswaffe.

Vor einer Moschee in Südostfrankreich hat ein Wachsoldat auf einen mutmaßlichen Amokfahrer geschossen und ihn schwer verletzt. Dies berichtet ein Sprecher der Präfektur Valence. Der Mann sei in voller Absicht auf den Soldaten zugefahren. Über seine Motive sei bisher nichts bekannt.

Nach dem Zwischenfall wurde der Autofahrer den Angaben zufolge in ein Krankenhaus gebracht. Der Soldat und drei seiner Kameraden wurden durch den Zusammenprall mit dem Fahrzeug leicht verletzt. Ein Passant erlitt durch eine verirrte Kugel ebenfalls leichte Verletzungen am Bein.

Dank vom Bürgermeister und Ministerpräsidenten

"Die Soldaten haben mit großer Selbstbeherrschung gehandelt", sagte der Bürgermeister von Valence, Nicolas Daragon, im Nachrichtensender "France Info". Die Moschee in dem Ort südlich von Lyon ist nach seinen Angaben als friedliche und gemäßigte Glaubensstätte bekannt. Auch Frankreichs Premierminister Manuel Valls dankte über den Kurznachrichtendienst Twitter den Soldaten und versicherte ihnen seine Unterstützung.

In Frankreich gilt seit den Anschlägen von Paris höchste Alarmstufe. Anhänger der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" hatten im November 130 Menschen teils erschossen, teils bei Selbstmordattentaten mit in den Tod gerissen. Seither bewachen Soldaten gefährdete Plätze im ganzen Land, darunter Behörden, Kirchen, Synagogen und Moscheen.

fab/cw (rtre, dpa)

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