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Aktuell Nahost

Verstimmung vor neuen Atom-Gesprächen

Aus Protest gegen ein Treffen von Catherine Ashton mit Dissidenten sagt der Iran ein Treffen mit der EU-Außenbeauftragten ab. Die Atomverhandlungen sollen aber weitergehen.

Demonstration gegen Catherine Ashtons Treffen mit Frauenaktivistinnen im Iran (Foto: Tasnim)

Demonstration gegen Catherine Ashtons Treffen mit Frauenaktivistinnen im Iran

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat ein Abendessen mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton in Wien abgesagt. Das Treffen war für Montagabend geplant gewesen und sollte anlässlich der neuen Atomverhandlungen stattfinden. Der Iran reagierte mit der Absage nach Angaben dortiger Medien darauf, dass sich Ashton während ihres Besuchs in Teheran in der vergangenen Woche mit Dissidentinnen getroffen hatte.

Ashton hatte sich bei ihrem ersten Besuch im Iran mit Frauenrechtlerinnen getroffen, darunter der lange inhaftierten Regimekritikerin Narges Mohammedi, für deren Freilassung sich die EU besonders eingesetzt hatte. Die Konservativen im Iran hatten das scharf kritisiert und als Gefährdung der nationalen Sicherheit bezeichnet. Dem Außenministerium warfen sie vor, das Treffen wissentlich verheimlicht zu haben oder aber unfähig gewesen zu sein, es zu verhindern.

Gohar Eshghi, Mutter Sattar Beheshti und Catherine Ashton (Foto: lemonpress.ir)

Das umstrittene Treffen

Problem Krim-Krise?

Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sind an diesem Dienstag aber dennoch wie geplant fortgesetzt worden. In Wien haben sich die Unterhändler zur zweiten Runde geroffen. Die Gespräche sollen voraussichtlich drei Tage lang dauern. Ziel ist, weitere Hürden auf dem Weg zu einer umfassenden Lösung des Streits ausräumen.

Iran fordert die Aufhebung der internationalen Sanktionen. Der Westen will dafür Garantien, dass der Iran keine Atomwaffen entwickelt. Geplant ist, ein entsprechendes Abkommen bis Juli auszuhandeln. Umstritten sind vor allem der Schwerwasserreaktor in Arak und die Güte der Zentrifugen zur Urananreicherung. Völlig unklar ist, ob der aktuelle Konflikt um die Ukraine die Verhandlungen beeinflussen wird, denn am Tisch sitzen der Iran, Deutschland sowie die UN-Vetomächte - das sind China, Frankreich, Großbritannien, USA und Russland.

det/sti/as (dpa, ape, rtre)

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