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Aktuell Europa

Verstärkung für Copernicus

Vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana aus ist eine Vega-Rakete mit einem Forschungssatelliten ins All geschickt worden. Es geht um den Ausbau des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus.

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Ganzen Globus im Blick (03.04.2014)

Der kleinste Lastenträger der europäischen Arianespace brachte den Satelliten Sentinel-2A nach knapp einer Stunde Flug in eine Umlaufbahn, die sich in genau 786 Kilometern Höhe über der Erde befindet.

Der von Airbus Defence and Space in Friedrichshafen am Bodensee gebaute 1140 Kilo schwere Flugkörper ist Teil des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus. Zusammen mit neun anderen Sentinel-Satelliten sowie Messstationen auf der Erde soll Copernicus Informationen liefern als Grundlage für Politik, Unternehmen, Landwirtschaft oder Wissenschaft. Die schnell verfügbaren und umfassenden Datenmengen können auch in Katastrophensituationen Basis für rasche Reaktionen sein.

Auf 2A folgt 2B

Der jetzt ausgesetzte Satellit Sentinel-2A soll nicht alleine bleiben. Anfang 2016 folgt dann Sentinel-2B. Die beiden Satelliten werden - wenn alles glatt läuft - im Tandem arbeiten: Genau um 180 Grad versetzt werden sie später einmal die Erde umkreisen.

Dabei tasten sie im Fünf-Tages-Rhythmus die gesamte Oberfläche des Planeten einmal ab. Bei jedem Überflug filmen sie einen Streifen von 290 Kilometern Breite. Dazu nutzen die Satelliten hochauflösende Kameras mit 13 Spektralbändern.

Tiefe Einblicke aus der Ferne

Diese können viel mehr Farben beziehungsweise Wellenlängen erkennen als zum Beispiel ein menschliches Auge: Sie erkennen sogar den Chlorophyll- oder auch den Wassergehalt von Pflanzenblättern.

Bereits seit April 2014 versieht der erste Copernicus Satellit Sentinel-1A seinen Dienst im Orbit. Er ist der erste von zwei Radar-Satelliten, Sentinel-1B folgt noch. Später sollen sie um 180 Grad versetzt die Erde umrunden und zusammen detaillierte Radarbilder der Erdoberfläche liefern, die dann mit den optischen Bildern von Sentinel-2 überlagert und ergänzt werden können. So entsteht ein komplexes, umfassendes Bild der Erde - erfasst aus dem All.

haz/nem (dpa)

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