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Aktuell Afrika

Verstärkte Suche nach ugandischem Rebellenführer Kony

Auf der Suche nach dem Rebellenführer Joseph Kony wollen die USA künftig auch Militärflugzeuge einsetzen. Kann der berüchtigte Kriegsverbrecher nach jahrelanger Verfolgung jetzt endlich gefasst werden?

Rund 150 amerikanische Elitekräfte und mindestens zwei so genannte Mehrzweck-Flugzeuge vom Typ Osprey sollen zusätzlich nach Uganda verlegt werden, wie ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums in Washington mitteilte. Damit wären insgesamt fast 300 amerikanische Spezialeinheiten im Einsatz.

Kony hält sich vermutlich im Dschungel versteckt

Die USA beteiligen sich seit Oktober 2011 an der Suche nach Joseph Kony. Sie unterstützen Truppen der Afrikanischen Union. Wo sich der Anführer der "Widerstandsarmee des Herrn" (LRA) mit einer Kerngruppe seiner Gefolgsleute derzeit aufhält, ist unklar. Es wird vermutet, dass er sich im Dschungel der Zentralafrikanischen Republik versteckt hält.

Joseph Kony (Archivbild: Getty)

Joseph Kony wird seit 2005 vom Internationalen Strafgrichtshof gesucht

Kony gilt als einer der brutalsten Warlords Afrikas. Unter seinem Kommando hatte die LRA seit 1987 den Norden Ugandas, den heutigen Staat Südsudan und den Nordosten des Kongos terrorisiert. Die Gruppe hatte Tausende Kinder als Soldaten zwangsrekrutiert und Mädchen als Sexsklavinnen missbraucht. Seit 2005 wird Kony vom Internationalen Strafgerichtshof gesucht.

Schnelle Reaktion möglich

Nach Einschätzung von Beobachtern, könnte der Beschluss von US-Präsident Barack Obama, Militärflugzeuge zu entsenden, die entscheidende Wende bei der langjährigen Suche nach Kony bringen.

Kipprotor Wandelflugzeug Typ V22 Osprey (Foto: Reuters)

Wendig mit großer Reichweite: Militärflugzeug vom Typ Osprey

Die Spezialflugzeuge vom Typ Osprey können wie Hubschrauber senkrecht starten und landen. Allerdings sind sie schneller als Helikopter und ihre Reichweite größer. Ein rascher Zugriff auf vermutete Rebellenverstecke im Dschungel ist damit möglich.

uh/as (dpa,ap,rtr)

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