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Amerika

Versiegelung des Bohrlochs verschoben

Wegen eines nahenden Unwetters hat BP die endgültige Versiegelung des Bohrlochs im Golf von Mexiko verschoben.

Schiffe und Bohrinsel über dem Bohrloch (Foto: AP)

Die Bohrungen vor Ort wurden jetzt eingestellt

Für weite Teile der Golfküste galt bereits am Dienstag (10.08.2010) eine Sturmwarnung. Nach einer Prognose der US-Hurrikanwarte sollte sich das Unwetter im Laufe des Mittwochs zu einem Tropensturm auswachsen, der am Donnerstag die US-Küste erreichen sollte. Thad Allen, der Krisenmanager der US-Regierung, schätzt, dass sich die Arbeiten durch das Unwetter um zwei bis drei Tage verzögern werden.

Kurz vor dem Ziel

Unterwasserbild des abgedichteten Bohrlochs (Foto: BP/dpa)

Operation "Static Kill" geglückt, "Bottom Kill" verschoben

Nachdem es dem britischen Ölkonzern BP vergangene Woche beim sogenannten "Static Kill" gelungen war, den Bohrschacht von oben mit Schlamm und Zement abzudichten, soll beim sogenannten "Bottom Kill" der Ölschacht zusätzlich von unten verschlossen werden. Dazu müssen die Ingenieure über eine Entlastungsbohrung 4.000 Meter unter dem Meeresspiegel Zement in den Bohrschacht füllen. Derzeit befinden sie sich nach Angaben von BP nur noch maximal 30 Meter von ihrem Ziel entfernt. Wegen des Unwetters mussten sie die Arbeiten jetzt unterbrechen und einen vorläufigen "Stopfen" in das Entlastungsbohrloch stecken. Die Arbeiter werden aber nicht an Land geschickt, sondern in der Nähe bleiben, um bei Wetterbesserung zügig die Arbeiten fortführen zu können. Statt am Sonntag soll die Operation "Bottom Kill" nun voraussichtlich am Mittwoch kommender Woche (18.08.2010) beendet sein.

Größte Ölpest in der Geschichte der USA

Durch den Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" vor gut dreieinhalb Monaten wurde die größte Ölpest in der Geschichte der USA verursacht. Zur Beseitigung der Folgen hat BP 32,2 Milliarden Dollar eingeplant. Experten schätzen, dass dieser Betrag allerdings deutlich überschritten werden könne. Der US-Justiz-Sonderausschuss hat entschieden, dass ein in New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana geborener Bundesrichter nun für die Zivilklagen zuständig sein wird. Lousiana gehört zu den am stärksten von der Öl-Katastrophe betroffenen Gebieten. BP hatte beantragt, dass Houston in dem weiter von der Unglückstelle entferneten US-Bundessaat Texas Ort der Gerichtsverhandlungen wird.

Autor: Marco Müller
Redaktion: Thomas Kohlmann

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