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Kultur

Versandhandel glaubt an Internet

Der Versandhandel setzt auch weiterhin große Hoffnungen auf das Internet, obwohl der elektronische Handel nur schleppend in die Gänge kommt. Noch zieht es der Konsument vor, seine Socken im Katalog zu bestellen.

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Geschenke via Internet

Der Kunde sitzt gemütlich auf dem Sofa und blättert in Ruhe in seinem Hochglanz-Katalog. Dabei kann er sich soviel Zeit nehmen, wie er möchte. Blättern kostet schließlich nichts. Im Internet sieht das schon ganz anders aus. Da kann es schon mal seine Zeit dauern, bis sich die vielen bunten Fotos von Schlafanzügen und Bommelmützen aufgebaut haben. Oft ist Geduld gefragt. Thomas Steinmark, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels, bleibt dennoch optimistisch. Er prophezeit: "Bis 2010 wird der Versandhandel in Deutschland etwa zehn Prozent seines Umsatzes mit Hilfe des Internets erwirtschaften".

Zur Zeit machen die über das Netz aufgegebenen Bestellungen gerade mal drei Prozent des Branchenumsatzes aus. Das ist nicht gerade viel. Zwar sei dem E-Commerce ein schnelleres Wachstum prophezeit worden, die Versandhändler hätten sich aber nicht von der übertriebenen Euphorie blenden lassen. "Wir wussten, das der Teufel im Detail steckt", sagte Steiermark. Dennoch werde sich der Interneteinkauf etablieren. Einen komfortablen Vorteil hat der User schließlich gegenüber dem Katalog-Kunden: Statt per Post oder Telefon kann er die Bestellung bequem mit wenigen Mausklicks abschicken. Dem Unternehmen wiederum macht es das Internet einfacher als bisher, Käufer zu binden – etwa indem sie auf deren Interessen zugeschnittene Angebote unterbreiten können.

Der gute alte Katalog hat noch lange nicht ausgedient

Das Hauptgeschäft werden die Versandhändler nach Ansicht von Steinmark aber auf absehbare Zeit weiterhin auf herkömmlichem Wege machen. Für das laufenden Jahr rechnet der Verband, zu dessen rund 190 Mitgliedern auch die Riesen KarstadtQuelle und Otto zählen, mit einem gleich bleibenden Umsatz. Dieser lag im vergangenen Jahr bei knapp 21 Milliarden Euro. Zum Jahresende hin kann sich das Versandgeschäft noch einmal freuen. Vom Weihnachtsgeschäft ist sicherlich ein Schub zu erwarten. Da wird sowieso viel bestellt, egal ob im Internet oder im Katalog. Das Gedrängel in den Geschäften wollen sich die meisten Leute ersparen.

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